You are not logged in.

Ersatzteil-Service für alle Fabrikate (hier klicken)

günstige Ersatzteile + günstige Versandkosten (ab 4,95 €)
Direktsuche: Artikelnummer oder Modell:

Micha aus Bremen

Unregistered

1

Tuesday, September 5th 2006, 9:16pm

Herdanschlussdose vier- oder besserfünfadrig?

Hallo,

ich war letzte Woche im Rohbau unserer neuen Eigentumswohnung in Bremen. Das gab auch die einmalige Gelegenheit die Elektroinstallation nebst den diversen Änderungen anzuschauen, bevor alles vergossen/verputzt wird.

Ich dabei über folgendes gestolpert: Die Drehstrom-Herdanschlussdose ist bauträgerseitig vieradrig ausgeführt (3 Leiter + PE). Macht man das noch so? Ich dachte heutzutage wird alles pauschal fünfadrig (3 Leiter+N+PE) gemacht.

Zwar sollte jeder E-Herd gut auch ohne Neutralleiter laufen, es könnte jedoch sein, dass zukünftige Geräte nach einem N verlangen, z. B. für Elektroniksteuerungen oder Gebläsemotoren und dann geht das Gebastel los. Was meint ihr, sollte ich zugunsten einer zukunftssicheren Installation die Leitung noch schnell auf fünf Adern auswechseln lassen?

Danke für jeden Tipp.

Gruß
Micha

Bluebunny

Techniker

Posts: 2,593

Occupation: Servicetechniker für Melkroboter

  • Send private message

2

Tuesday, September 5th 2006, 9:51pm

Ohne Null funktioniert an deinem Herd überhaupt nichts. Sämtliche Verbraucher wie Heizungen und Gebläse sind auf 230 V ausgelegt.

Wenn die Möglichkeit besteht und die Wände ohnehin schon offen sind würde ich die alte Leitung in Rente schicken.

Bluebunny

3

Tuesday, September 5th 2006, 9:59pm

RE: Herdanschlussdose vier- oder besserfünfadrig?

auf jeden fall wechseln. du kannst den E-Herd so nicht über einen Fi-schutzschalter laufen lassen!!du hast dann nur einen PEN und keinen PE und N.

Micha aus Bremen

Unregistered

4

Tuesday, September 5th 2006, 11:22pm

RE: Herdanschlussdose vier- oder besserfünfadrig?

Hallo,

oh ja, die Sache mit dem RCD sticht, denn wenn irgendwann hinterm FI ein PEN generiert wird, löst der Schutzschalter natürlich aus.

Ohne jetzt die Verlegearten nachgeschlagen zu haben. Erschwerend kommt noch hinzu, dass der Leiterquerschnitt mit 1,5 mm2 ein bisschen dünn ausfällt. Wenn ich mich recht entsinne gibt es keine Drehstromanschlüsse mit drei belasteten Leitern in 1,5 mm2 mehr, da sich die VDE-Normen schon vor längerem diesbezüglich geändert haben.

Ich werd gleich morgen mal beim Elektriker anrufen und diesen mal wieder belästigen.

Wenn ich mal kurz abschweifen darf:
Mir liegt echt viel an einer vernünftigen Elektroinstallation, aber der Eli vor Ort ist sowas von träge, mir als Kunden einen Mehrwert anzubieten. Ich hätte mir glatt eine Home Automation zugelegt, aber die ausführende "Fachfirma" weiß ja noch nicht mal was EIB, Konnex oder gar LON sein sollen. Nichtmal einen S0-Bus für ISDN können die korrekt umsetzen. Überspannungsschutz als Konzept, bestehend aus Grob- und Feinschutz hätte ich mir auch gefallen lassen. So ist es auf zig extra Steckdosen und Wandauslässe sowie einen separaten FI für die Außensteckdosen hinausgelaufen, so dass ich nun mal gerade die RAL-Mindestaustattungskriterien erreiche. Gerade noch rechtzeitig konnte ich die Kreuzschaltung im Flur vermeiden und eine Stromstoßschaltung (Eltako) durchsetzen. Reichlich fassungslos macht mich, dass weder Bauträger noch Elektriker von vornherein Rauchmelder eingeplant hatten.

Gruß
Micha

Andy72

Moderator

Posts: 5,074

Location: Raum Aachen

Occupation: RFT

  • Send private message

5

Tuesday, September 5th 2006, 11:38pm

Zum Rest der Installation lass ich mich hiermal nicht aus, aber wie andere hier schon geschrieben haben, viedrahrtiger Anschluss des Herdes geht nicht, wenn der das ernsthaft so gemacht hat, ist er vermtl. nicht Elektriker sondern Fliesenleger oder Dachdecker von Beruf.

Prinz

Sage

Posts: 5,275

Location: Gifhorn und Wolfenbüttel

Occupation: Armer Hausgeräte Techniker

  • Send private message

6

Wednesday, September 6th 2006, 8:02am

Sachen gibs wie im Mittelalter

Du hättest vieleicht durchklingen lassen Geld spielt für dich keine Rolle dann würden deine Wünsche erfüllt :D
Nur für nicht Mutige :P
1.Freischalten
2.Gegen Wiedereinschalten sichern
3.Spannungsfreiheit allpolig feststellen
4.Erden und kurzschließen
5.Benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken
hausgeraeteklinik@t-online.de aber nur anschreiben wenn es wichtig ist und spam dürft Ihr behalten :aufreg:

Micha aus Bremen

Unregistered

7

Wednesday, September 6th 2006, 9:34am

Hallo,

*räusper*, wenn man den Spruch bei der Auftragsvergabe bringt, wird es aber richtig teuer gell? Geld spielt schon eine Rolle. Nur jetzt ausgerechnet bei der Elektroinstallation zu sparen halte ich nicht für sinnvoll, da man bei dem Gewerk später, wenn alles verputzt ist, nur noch mit großer Mühe Änderungen einbringen kann. Ich bin aktuell bei 1500 EUR Mehrkosten in Bereich Elektro und das ist bei der Kaufsumme voll okay.

Ich bin eher geneigt bei solchen Sachen wie Vliestapete, Fliesen und Teppich Abstriche zu machen - da kann ich in ein paar Jahren noch Nachbessern, ohne die Hütte in einen Rohbau zu verwandeln.

Um mal wieder zurück zum Thema zu kommen: Ich habe nach nachgeschaut, im Neubau kommt Feuchtraumleitung NYM in der Verlegeart C (unter Putz) zur Anwendung. Gemäß VDE 0298-4 Tabelle 3 ist demnach bei drei belasteten Leitern mit Nennquerschnitt 1,5 mm2 eine Belastbarkeit für die Herdanschlussdose von 17,5 A gegeben. Das ist aber schade jetzt für mich, da mir das Argument für 2,5 mm2 auf Kosten des Elektrikers fehlt. Hat jemand eine VDE-Vorschrift oder DIN-Norm parat, die für die Herdanschlussdose 2,5 mm2 zwingend vorsieht?

Wenn die NYM-Leitung zur Herdanschlussdose ihren Weg auch in einem flexiblen Installationsrohr durch den Estrich nimmt, dann verschiebt sich für den Abschnitt die Verlegeart in Richtung B2 und damit wären nur noch 15 A bei 1,5 mm2 nach VDE 0298-4 Tab. 3 zulässig. Das könnte ein Ansatzpunkt sein.

Bin für jeden Kommentar dankbar.

Gruß
Michael

Andy72

Moderator

Posts: 5,074

Location: Raum Aachen

Occupation: RFT

  • Send private message

8

Wednesday, September 6th 2006, 11:40am

ich weiß nicht was die Diskussion soll, die 4adrige Leitung darf er eh rausschmeissen, dann kann er auch gleich 2,5mm2 legen wenn du willst.

9

Wednesday, September 6th 2006, 11:46am

Herdanschluß

Hallo,

wenn wirklich alle Stricke reissen, geht es auch 4-adrig mit RCD:


PE; N; L1; L2

Da mußt dann bei den Anschlußklemmen am Herd eine Brücke zwischen 2 Aussenleitern gemacht werden.

In Altbauwohnungen wo nur Wechselstrom vorhanden ist, gibt es nur einen Aussenleiter, da ist dann die Zuleitung 3-adrig.

Der Ansatz mit der Verlegung im Rohr ist sicherlich gut.
Drann bleiben.

Allerdings würde ich die komplette Arbeit des Elektrikers genau unter die Lupe nehmen, wahrscheinlich findest du noch mehr.

Micha aus Bremen

Unregistered

10

Wednesday, September 6th 2006, 12:13pm

Hallo,

genau, nur sind 2,5mm2 Nennquerschnitt ein Kundenwunsch meinerseits oder ohnehin zwingend für Herdanschlussdosen nach irgendeiner DIN oder VDE? Das ist die Frage die mich gerade beschäftigt.

Gruß
Micha

Technik-Fan

Unregistered

11

Wednesday, September 6th 2006, 12:26pm

Wozu denn 2,5 wenn 1,5 auch völlig in Ordnung ist?
Die Leitung dürfte ja nicht allzu lang sein in einer ETW.
Stichwort Materialverschwendung.....

Prinz

Sage

Posts: 5,275

Location: Gifhorn und Wolfenbüttel

Occupation: Armer Hausgeräte Techniker

  • Send private message

12

Wednesday, September 6th 2006, 12:50pm

Vor sehr langer Zeit hab Ich mal gelernt 5x1,5 darf nur mit 3x10A abgesichert werden.

Daran halte Ich mich noch heute war auch immer nen gutes Argument bei meinen Häuptlingen besonders wenn man die Formel parat hat.

Ich hab aber mal ne neugirige Frage was soll die E-Instalation eigentlich bei dir kosten.
Nur für nicht Mutige :P
1.Freischalten
2.Gegen Wiedereinschalten sichern
3.Spannungsfreiheit allpolig feststellen
4.Erden und kurzschließen
5.Benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken
hausgeraeteklinik@t-online.de aber nur anschreiben wenn es wichtig ist und spam dürft Ihr behalten :aufreg:

Horst155

Unregistered

13

Wednesday, September 6th 2006, 2:28pm

Hallo Prinz

Die Leiung darf maximal mit 13 A Automaten abgesichert werden
Nur mal so zurInfo

M.f.G Horst

Andy72

Moderator

Posts: 5,074

Location: Raum Aachen

Occupation: RFT

  • Send private message

14

Wednesday, September 6th 2006, 7:14pm

Ich meine es gibt da eine Regelung, dass auch 16A gehen, wenn nicht auf besonderen Untergründen verlegt wird.
Die Sache mit dem brücken von L1 und L2 ist nicht zulässig, dann ist der Phasenleiter stärker ausgelegt als N und vor allem PE. Geht gar nicht.
Ich finde die Diskussion hat sich erschöpft-der Elektriker hat Mist gebaut und solls in Ordnung bringen -fertig.

Posts: 14,879

Location: Hockenheim

Occupation: Hausgerätetechniker und Technischer Redakteur

  • Send private message

15

Wednesday, September 6th 2006, 9:51pm

Hallo,

dass hier Mist gebaut wurde, ist klar. Ich möchte aber nur mal zu bedenken geben, dass die Bauträger bzw. die Auftraggeber versuchen, die Preise ins Bodenlose zu drücken. Und dann gibt's halt nur den Mindeststandard (FI nur für Bad+Außensteckdosen, 6 Steckdosen im Wohnzimmer usw.)

Grüße,

Christian

Andy72

Moderator

Posts: 5,074

Location: Raum Aachen

Occupation: RFT

  • Send private message

16

Wednesday, September 6th 2006, 11:31pm

Quoted

Und dann gibt's halt nur den Mindeststandard

o.k. da ist ja auch nichts gegen einzuwenden, aber der Mindeststandard muss noch VDE-konform sein-eine 4adrige Leitung zum Herd ist Unsinn, die Ersparnis dürfte sich auch in sehr engen Grenzen halten, es sei denn man hat noch ein Reststück..

Micha aus Bremen

Unregistered

17

Thursday, September 7th 2006, 12:14am

Hallo,

zum Abschluss schweife ich ein wenig ab, ich hoffe das nervt keinen.

Im Thread wurde gefragt, was die E-Technik gekostet hat. Das kann ich nicht sagen, da das Gewerk in der nicht offengelegten Bauträgerkalkulation schon mit drin ist und ich einen Gesamtpreis zahle. Die Mehrkosten meiner Änderungswünsche, die im Wesentlichen dazu führen, dass lediglich die RAL-Mindeststandards erfüllt werden belaufen sich zurzeit auf 1.500 EUR bis 2.000 EUR. In der Baubeschreibung stand übrigens so gut wie nix zum Thema Elektro.

Mein Eindruck: Die Handwerker unterbieten sich gegenseitig bei der Ausschreibung gnadenlos - legen sicherlich drauf - kompensieren das dann aber über mehrpreispflichtige Änderungswünsche beim Wohnungskäufer. Letzerer kann sich eh nicht die ausführende Firma aussuchen, daher kann goßzügig kalkuliert werden. Muss trotzdem an andere Firmen der Auftrag weitergereicht werden, weil eben kein Know-how beispielsweise in Parkettlegen oder Akustikputz spritzen, kassiert der Ursprungshandwerker des Gewerks trotzdem gut Regiekosten. Besonders heftig ist mir das bei den Tapezierern und Teppichlegern aufgefallen. Ein anderes Tapetenmuster in der Küche würde mit Mehrkosten von 600 EUR zu Buche schlagen - das is 'ne Menge für 'ne Tätigkeit die eh schon kalkuliert wurde.

Gruß
Micha

Andy72

Moderator

Posts: 5,074

Location: Raum Aachen

Occupation: RFT

  • Send private message

18

Thursday, September 7th 2006, 12:21am

Hallo,
Will den Thread jetzt nicht noch extra in die Länge ziehen, aber eins sollte sich Haus oder Eigentumswohnungsbauer, der sein Haus/Wohnung von einem Bauträger erstellen lässt merken: Bei Vertragsunterschrift auf jedem Detail bestehen oder mitaufnehmen lassen, steht etwas nicht explizit drin oder wird z.B. von Badezimmerfliesen gesprochen bekommt man fast immer nur die billigste weiße Krankenhausfliese. Also möglichst alles detailliert festlegen. Manches billige Häuschen ist dann plötzlich gar nicht mehr so billig.. ;(

Technik Fan

Unregistered

19

Thursday, September 7th 2006, 9:41am

Dem kann ich mich nur anschliessen.
Für mich taucht da noch eine Frage auf: was steht denn im Kaufvertrag?
1 Stck Wohnung... xxx Euro?
Es muss doch eine Baubeschreibung geben?
Für die Mehrkosten bei der E.-Installation werden bei uns in der Provinz komplette Einfamilienhäuser installiert.....
Habe gerade einen Auftrag in Arbeit, Einfamilienhaus mit Rolladensteuerung Busch-Jäger, Satanlage mit 5 Teilnehmern, insgesamt gut ausgestattet. Angebot war 2.500 Euro, es werden Mehrkosten entstehen in Höhe von ca. 300 Euro für im Garten und Vorgarten verlegte Erdleitungen bzw. einige Steckdosen in der Küche (laut Baubeschreibung 2 freie Steckdosen...)

Posts: 14,879

Location: Hockenheim

Occupation: Hausgerätetechniker und Technischer Redakteur

  • Send private message

20

Thursday, September 7th 2006, 1:18pm

Hallo,

dass die 4-adrige Herdzuleitung nicht zulässig ist dürfte wohl klar sein - deswegen habe ich das auch nicht explizit dazugeschrieben. Mir ging eher darum, dass nur "wenige" Stromkreise über FI laufen.

Übrigens ist 4-adrige Leitung oft teurer als 5-adrige, da diese vergleichsweise selten verlegt wird.

Christian