Hallo Joern,
bei meiner DWF 407 ist es das gleiche gewesen. Sie stoppt mitten im Programm.
Allerdings trat der Fehler immer mal wieder auf und auch wieder (oder auch nicht)
verschwand nach dem auseinander- und wieder zusammenschrauben.
Eine eindeutige Zuordnung war schwierig zu finden.
So habe ich von Schaltungsdienst Lange (Berlin) ein Service-Heft der Maschine besorgt.
Ca. 10-20 Euro. Dort war auch ein Verschaltplan enthalten.
Und dann bei jedem Ausfall die Maschine und die Elektronik immer weiter
analysiert und von der Platine per Hand.
Ich stimme Fröhlich zu. Es ist wohl die Elektronik. Die Sensoren schalten alle richtig.
Eine neue Elektronik-Platine sollte ca. 200 Euro kosten. Eigentlich eine Frechheit.
Also schwankte ich zwischen neuem Gerät oder weitertüfteln.
Kalte Lötstellen habe ich nicht gefunden, oder zweifelhafte Lötstellen nachgelötet. Kein Erfolg.
Auch die Reinigung vermeintlicher Verschmutzungen hat nichts gebracht.
Ich habe versucht ein Daten-Blatt zum Mikro-Kontroller zu finden, aber kein Erfolg gehabt.
Es ist irgendein Spezial-Kontroller, den es fast nur chinesischen Distributoren Seiten gibt, aber
kein Datenblatt. Motorola.
Allerdings ist mir ein Bauteil aufgefallen:
der 4 MHz Resonator (Bauteil-Nummer: Y1, dunkel blau, rundlich, drei Beinchen, neben dem mikro-Controller)
Der Resonator ist ein Bauteil in dem ein 4MHz Quarz und Arbeitskondensatoren integriert sind.
Sieht ein bisschen aus wie ein Tantal-Kondensator)
Aus dem Resonator liefen Korosionsspuren (rötlich wie Rost). Ausgelötet
gereinigt, eingelötet, nichts gebracht.
Dann ihn ein bischen zur Seite gedrückt und die Maschine lief wieder durch.
Jetzt läuft sie schon wieder zwei Wochen. Ich habe mir schon 10 Ersatzresonatoren besorgt und
warte auf den nächsten Ausfall, um das Bauteil auszutauschen.
Fehler-Theorie:
Irgendwie funktioniert die Frequenz-Erzeugung oder Frequenz-Überwachung (sicherlich
hat der µC eine solche, um sicherzustellen, das nicht ausversehen die Schaltung mit aktivem
Wasser-Zulauf stehen bleibt) richtig.
Beseitigungs-Theorie:
A) Korosion hat das Bauteil Y1 geschädigt. Reinigung und Verbiegen hat den Resonator stabilitsiert.
B) Bei der Analyse fällt auf, dass, wenn das DC-Meter die Pins 26 und 27 (Resonator-Anschluss)
berüht und dort eine Spannung von 3 bzw. 2.65V gegen Platinen-Ground gemessen wird, die Leucht-Diode des ausgewählten Programms
ausgeht. Platine-Masse ist aus der anderen Seite des 100Ohm Widerstands, der an den Resonator führt. Offensichtlich geht hier der Takt des Oscilators aus und die Schaltung wird angehalten und in einen
Sicherheitzustand gebracht.
Da ich beides gleichzeitig gemacht habe, kann ich nicht sicher sagen, was die Ursache ist.
Ich hoffe es hilft weiter, auch wenn es schon etwas her ist.
Viele Grüsse
Rüdiger