Hallo Forum!
Wir haben vor 1/2 Jahr einen fast unbenutzten E-Herd von Siemens geschenkt bekommen.
E-Nr HN23520, Typ HST5002G
Die Backröhre hat von Anfang an immer den FI ausgelöst wenn sie für eine Weile an war (2-3 Minuten).
Der Elektriker hat uns damals gesagt, dass vielleicht der Quarzsand wo das Heizelement drin liegt noch feucht ist, weil der Herd vorher für einige Zeit im Keller stand, und wir sollen eine Weile warten und den Herd abundzu anschalten, damit das trocknet. Das hat aber nicht geholfen, weshalb ich im Sicherungskasten sicherheitshalber die Sicherung der Röhre ausgeschaltet hab.
Die Herdplatten funktionieren seit 1/2 Jahr super.
Die Wohnung hat eine neue Elektroinstallation, d.h. Sicherungskasten
mit 3 Sicherungen für den Herd und FI-Schutzschalter für die ganze
Wohnung. Der Hausanschluß (Mehrfamilienhaus) ist ebenfalls neu, doch
dazwischen ist im Treppenhaus noch alte DDR-Verkabelung mit
Schraubsicherungskasten. Dort hat unsere Wohnung eine 25A-Sicherung.
Der Herd ist an einer neuen Herdanschlußdose und mit allen 3 Phasen
angeklemmt. Er hat 5 Klemmen, Kl. 1-3 sind für die 3 Phasen, Klemme 5 ist für den Nullleiter und zwischen Klemme 4 und 5 ist eine Brücke. Diese Anschlussweise ist auch hinten aufgedruckt für den Fall von 3-Phasen-Wechselstrom.
Zwischen den 3 Phasen liegen jedoch 0V AC und von den Phasen zu N
liegen bei jeder Phase 230V AC an. Also kein Drehstrom. Jede der 3 Phasen hat aber ihre
eigene Sicherung - schaltet man eine davon aus, dann geht das
zugehörige Plattenpaar nicht bzw. die Backröhre.
Nun habe ich keine Geduld mehr und bevor wir uns einen neuen Herd kaufen, habe ich nochmal in den Herd hineingesehen.
Fazit: er hat kein in Sand eingelegtes Heizelement, sondern spriralförmiger Heizdraht, der mit kleinen Keramikhülsen isoliert ist, und einfach in einer Rinne im Blech unter der Röhre aufliegt. Die Hülsen sind alle intakt, ich fand sie nur ein wenig "locker", d.h. es würde bestimmt noch eine dazwischen passen. Kann mir aber nicht vorstellen, dass es zu einem Kurzschluss kommen kann.
Das zweite Heizelement ist offen an der Decke der Röhre und von der Art eines Tauchsieders (Heizdraht mit Isolierung in Metallrohr). Ich glaube nicht dass es kaputt ist, weil die Zeit bis der FI auslöst ist ziemlich unabhängig davon, ob die Röhre warm ist. (Sowohl Ober- als auch Unterhitze funktionieren!)
Sagen in diversen Foren Threads zu diesem Thema, dass ein E-Herd sowieso nicht an den FI gehört, da er fest installiert ist und auf Grund der Leistung auch grössere Fehlerströme möglich sind.
Ich könnte also den Vermieter bitten, den Elektriker den Herd vom FI nehmen zu lassen. Was haltet Ihr davon?
Zum FI ist noch anzumerken, dass er sich gar nicht testen lässt! Der Testknopf ist wirkungslos. Der Elektriker (der auch für die Verkabelung verantwortlich ist) meinte, das sei nicht schlimm - der FI funktioniere trotzdem - erst der Vermieter die Hausverkabelung komplett neu machen lässt (DDR-Technik weg, Drehstrom usw., Zeitpunkt steht in den Sternen), würde der Testschalter den FI auslösen.
Liebe Grüße und Danke für jeden Tipp,
Andreas