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kersjo

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1

Tuesday, June 12th 2007, 4:10pm

Black&Decker Akkuschrauber

Ich besitze einen Black&Decker Akku- Schrauber mit zwei Akkus.

Seit ca einer Woche lässt sich einer der beiden Akkus nicht mehr aufladen.
Die Ladestation erkennt den Akku als "voll" obwohl er entladen ist und lädt ihn nicht mehr auf (grüne LED leuchtet).

Was kann da kaputt sein, bzw ist der Akkupack (12 V NiCd) noch zu retten?

Prinz

Sage

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2

Tuesday, June 12th 2007, 7:02pm

RE: Black&Decker Akkuschrauber

Akkupack ist platt retten läst sich zwar noch ( setzt die passenden Geräte vorraus) was nur steht das in keinem Verhältniss zu einem neuen Accu.
Das ist das Problem bei preiswerten Geräten, es werden preiswerte Ladegeräte und Accus beigepackt.
Nur für nicht Mutige :P
1.Freischalten
2.Gegen Wiedereinschalten sichern
3.Spannungsfreiheit allpolig feststellen
4.Erden und kurzschließen
5.Benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken
hausgeraeteklinik@t-online.de aber nur anschreiben wenn es wichtig ist und spam dürft Ihr behalten :aufreg:

This post has been edited 1 times, last edit by "Prinz" (Jun 12th 2007, 7:04pm)


kersjo

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3

Wednesday, June 13th 2007, 11:54am

RE: Black&Decker Akkuschrauber

Lässt sich das noch etwas präzisieren?

Ich denke nämlich, dass der Akku nicht "platt" ist, sondern nur nicht aufgeladen wird, weil ein defektes Bauteil im Akkupack dem Ladegerät immer "Akku voll" signalisiert.

Im Inneren des Akku-gehäuses habe ich ein Bauteil in Verdacht welches folgende Aufschrift trägt: "L4 TAM 250V 5A Tf 130°C 021"

Welches Bauteil kann das sein? NTC Widerstand? Thermosicherung? ??

Der Schrauber hat mir bisher immer sehr gute Dienste geleistet und ich hätte gern wieder einen zweiten Akku.

4

Tuesday, June 26th 2007, 12:21pm

RE: Black&Decker Akkuschrauber

Ich habe auch einen B&D-Schrauber mit 2 Akku-Packs. Jetzt werden die Akkus nicht mehr geladen. Das Netzteil des Ladegeräts bleibt kühl. Ist wohl hin.

Ich besitze aber ein teures Laborladegerät mit Computersteuerung und vielfältigen Einstellmöglichkeiten.

Ich konnte nun heruasfinden, dass eines der beiden Packs hin ist. Dieses habe ich zerlegt und alle Zellen durchgemessen. Eine Akkuzelle ist defekt. Da die Zellen in Reihe geschaltet sind, ergibt sich ein als ganzes ein defektes Akkupack.

Woran dieses Ladegerät gestorben ist, weiss ich nicht. Ich glaube eher nicht an einen Zusammenhang. Ich vermute, das defekte Akkupack krankte schon länger, aber dieses (billige) Ladegerät des Schrauber pumpt einfach Strom, auf Teufel komm raus.

chr99

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5

Saturday, July 7th 2007, 8:38am

Akkus laden ist IMHO ein sehr komplexes Thema!

@kersjo
Das Teil ist sicherlich ein Thermoschalter ;)

Zum etwas besseren Verständnis warum Akkus und auch die Ladegeräte von diesen Billigdingern (ja, da zähle ich auch B&D dazu!) immer wieder gerne sterben, hier mal ein Zitat aus nem anderen Forum:

Quoted

Hat der Akku 3 oder 4 Anschlüsse? Neuere Bosch-Akkus haben z.B. 4 Anschlüsse. Neben Akku+ und Akku- gibt es einen NTC und einen Kodierwiderstand. Mit dem Kodierwiderstand wird dem Ladegerät die Nennspannung des Akkus mitgeteilt.
Statt NTC's gibt es auch oft Thermoschalter. Dann kann die Auswerteschaltung im Ladegerät noch einfacher ausfallen.

Im Grunde genommen ist das aber alles billiger Murks. Der Vorschlag von Bunterhund bzgl. (hochwertigem) Modellbaulader ist gut. Ganz wichtig sind dann aber niederohmige Verbindungen. Da geht es ja bei den billigen Ladeschalen mit spieligen Kontakten und dünnen Drähtchen schon los.

Das schnelle Laden tut den Akku übrigens gut - wenn sie dabei nicht überladen werden. Ein guter Kompromiß aus hohem Ladestrom, geringem Risiko und einfacher Technik ist ein 1h-Ladegerät. Die einfachen Konstruktionen der Akkuwerkzeughersteller arbeiten meistens thermisch. Delta-U lassen sie sich dann schon heftig extra bezahlen, obwohl es eigentlich kein großer Aufwand ist.

Die ganz billigen ungeregelten Ladegeräte mit Steckernetzteilchen sind schlecht für die Lebensdauer der Akkus. Das sollte man auch möglichst nicht nachahmen, wie wynny es vorschlägt. Wenn überhaupt - z.B. als Notbehelf unterwegs - sollte man wenigstens zwischendurch immer mal wieder schnell laden. Ansonsten nimmt der Innenwiderstand der Sinterzellen zu. Im Modellbaubereich ein bekanntes und gut dokumnetiertes Phänomen.

Ich gehe sogar soweit, daß ich die Akkus hin und wieder mit 20...30A "anblase" - das dann aber nur für ein paar Minuten und beim geringstens Anzeichen von Erwärmung ist damit Schluß und es wird mit 1C fertig geladen. Der Ladevorgang eines NiCd-Akkus ist übrigens endotherm - d.h. beim laden kühlt sich der Akku sich eigentlich ab. Innenwiderstandseffekte heben das aber gerade bei hohen Ladeströmen mehr oder weniger wieder auf.
Bei Überladung wird es exotherm. Dadurch sinkt bei einem normalen Ladevorgang für eine Zeit der Innenwiderstand, weil die Zelle den bzgl. des Innenwiderstandes optimalen Temperaturbereich durchläuft, was man elektronisch recht leicht auswerten kann. Das Problem bei der Sache ist eigentlich "nur", daß die Zellen nicht alle zur gleichen Zeit voll werden. Deshalb muß man eigentlich abbrechen, wenn der erste Spannungseinbruch erkannt wird und danach mit "Erhaltungsladung" (ca. 1/10C) noch einige Zeit weiterladen. Die aus Marketinggründen auf extrem kurze Ladezeiten getrimmten Superschnelladegeräte der Akkuwerkzeughersteller sind teilweise als Akkuschinder in Verruf geraten. Ein leicht vorgeschädigter oder auch nur längeren Zeit gelagerter Akkupack wird damit schnell hingerichtet. Das ist allerdings hersteller- und typabhängig und man kann das nicht so pauschal sagen. Reine Softwaresache...

Grundsätzlich kann man den Ladeschluß also durchaus thermisch erkennen - hat aber immer einen Zeitverzug gegenüber Delta-U - insbesondere, wenn es nur einen Temperatursensor für einen ganzen Akkupack gehen muß. Um so schneller man lädt, desto riskanter wird das rein thermische Verfahren.

Ein relativ einfacher Aufbau eines Eigenbau-Delta-U-Ladegerätes gelingt mit dem MAX712 - wenn Du basteln möchtest.

Bei NiMH sind die Verhältnisse schwieriger. Diese Zellen sind nicht so robust gegen Überladung und das endotherme Verhalten ist viel weniger stark ausgeprägt. Genau genommen müßten da Teile des Ladecontrollers in den Akkupack verlegt werden, wie das z.B. bei Notebookakkus oder größeren Li-Ion-Akkus gemacht wird bzw. werden muß.

Gruß
Thomas


Quelle: http://dedi359.your-server.de/herbert/wb…p?postid=351560

kersjo

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6

Thursday, September 18th 2008, 11:32am

Black und Decker Akkuschrauber- die Lösung!

Hallo An alle!

Mein Problem mit dem Akku des B&D Schraubers habe mehr oder weinger ich durch Zufall gelöst.

Es war nämlich offensichtlich weder der Akku noch das Ladegerät defekt, sondern der Lader hat eine seltsame Logik.

Vor einer Woche zeigte der zweite Akku ebenfalls das gleiche Verhalten (Akkupack lässt sich nicht laden, Anzeige grüne LED leuchtet: "Akku geladen" obwohl leer). Ich dacht also dass nun auch der zweite Akku gestorben sei und wollte schon ein neues Gerät kaufen (Ein neuer Schrauber mit Ladegerät und zwei Akkupacks kostet ungfähr gleich viel wie zwei Ersatzakkus; auch Nonames) . Doch bevor ich beide Akkupacks entsorgte, habe ich noch testhalber mit einem Ladegerät für Autobatterien den alten, seit über einem Jahr nicht in Betrieb gewesenen Akkupack und den bisher funktionierenden für ca. 1 Minute mit ~10 A geladen weil ich wissen wollte ob sie noch irgendeine Reaktion zeigen. Ergebnis: beide Akkupacks funktionieren jetzt wieder und lassen sich auch mit dem originalen Ladegerät aufladen.

Es scheint so, dass der Lader vor dem Laden die Spannung des Akkupacks misst und unter einem bestimmten Wert einfach nichts mehr macht.

Ist das möglich oder gibt es eine andere Erklärung?



mfg Josef

schraubix

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7

Friday, September 26th 2008, 10:05am

hallo,

da sind wohl schon eine oer mehrere Zellen auf 0 Volt gefallen, diese lassen sich dann durch hohe Ladeströme wieder "herkitzeln". Das kommt oft bei Packs vor die lange nicht mehr benutzt und dann tiefenladen werden. Da dann die Gesamtspannung nicht mehr stimmt, werden sie oft vom Originalladegerät als voll oder defekt erkannt und die Ladung verweigert.
Ideal wäre es, den Pack zu öffnen und sich die jeweiligen Zellen einzeln vorzunehmen.
Nur solte man den Akkupack dann mit einem geigneten Ladegerät im Anschluss ca. 20Std. mit 1/10 C laden, damit alle Zellen gleich voll sind, und die teilweise noch gut geladenen Zellen nicht überladen werden.
Aber solche Packs sind im Grunde genommen geschädigt und die Zellen die auf Null Volt waren, werden diesen Zustand immer wieder erreichen wenn der Akkupack in einen bestimmten Entladezustand kommt. Da hilft nur oft benutzen und rechzeitig laden. In der Praxis jedoch nicht immer so einfach.
Gruss Schraubix

kersjo

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8

Wednesday, November 5th 2008, 2:52pm

hallo schraubix,

Der defekte, wiederbelebte Akku - Pack zeigt die beschiebenen Eigenschaften, die Ladung hält nicht sehr lange und die Kapazität ist auch spürbar kleiner als bei dem anderen Pack.

Du schreibst: Ideal wäre es, den Pack zu öffnen und sich die jeweiligen Zellen einzeln vorzunehmen.
Das würde ich gerne machen, aber wie funktioniert das in der Praxis? Die Lötfahnen der einzelnen Zellen sind punktverschweißt. Vielleicht kann ich sie noch ohne größere Beschädigung voneinander trennen, aber nach Prüfung der einzelnen Zellen und Ersatz der Defekten wieder verbinden übersteigt meine Möglichkeiten.

Löten mit einem 50 W Kolben geht wahrscheinlich nicht und punktschweißen wüsste ich nicht wie ich machen soll.

Gibt es eine Rettung oder soll ich doch besser den Akku Pack ersetzen?

mfg

Josef K.

Bommel

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9

Wednesday, November 12th 2008, 8:15am

Hallo kersjo,

Ich habe dasselbe Problem mit meinen Hilti Akkus gehabt. Zuerst habe ich mir für viel Geld

einzelne Akkus gekauft und entsprechen zusammengelötet. Ist ein Haufen Arbeit und der Erfolg

war mäßig bis besch*****. :thumbdown: Dann habe ich bei ebay mal meine Akkubezeichnung gesucht und

bin auf eine Seller gestoßen, der mir für 19 EU ein kommplettes Pack zurechtgebaut hat.

Ich musste nur noch die Thermosicherung auflöten und gepasst hat er auch astrein. Der hält nunmehr

schon locker ein Jahr ohne irgendwelche Ausfallerscheinungen. :thumbup: Und gegenüber 84 EU für einen originalen

von HILTI habe ich, glaube ich , alles richtig gemacht. :thumbsup:



Gruß der Bommel

schraubix

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10

Thursday, November 13th 2008, 11:07am

hallo schraubix,

Der defekte, wiederbelebte Akku - Pack zeigt die beschiebenen Eigenschaften, die Ladung hält nicht sehr lange und die Kapazität ist auch spürbar kleiner als bei dem anderen Pack.

Du schreibst: Ideal wäre es, den Pack zu öffnen und sich die jeweiligen Zellen einzeln vorzunehmen.
Das würde ich gerne machen, aber wie funktioniert das in der Praxis? Die Lötfahnen der einzelnen Zellen sind punktverschweißt. Vielleicht kann ich sie noch ohne größere Beschädigung voneinander trennen, aber nach Prüfung der einzelnen Zellen und Ersatz der Defekten wieder verbinden übersteigt meine Möglichkeiten.

Löten mit einem 50 W Kolben geht wahrscheinlich nicht und punktschweißen wüsste ich nicht wie ich machen soll.

Gibt es eine Rettung oder soll ich doch besser den Akku Pack ersetzen?

mfg

Josef K.



Hallo Josef,

Das mit dem öffnen von Akku-Packs ist schon eine Sache für sich, da die Gehäuse ja meist verklebt bzw.verschweisst sind. Habe schon einige geöffnet mit einer Laubsäge und Metallsägeblatt (möglichst geringe Schnittbreite) und abschliessend mit 2-Komponentenkleber wieder verschlossen.
Die Akkus braucht man zum "wiederbeleben" nicht zu trennen, sondern die Ladekabel nur an der jeweiligen "toten" Zelle anlegen. Wenn alle abgesunkenen Zellen dann wieder eine Spannung von über 1.2V aufzeigen, sofort mit einer längerdauernden Standartladung 1/10C beginnen.
Mein Vorgehen ist:
1. alle Zellen die noch in Ordnung sind, einzeln mit Proz.-Ladegerät formieren und zum Schluss entladen auf 0.8V.
2. O Volt Zellen mit Stromstoss 2-3 A wieder ins "Leben" zurückholen und formieren
3. Pack ca. 24 Std. laden mit 1/10 C.
Der Erfolg ist je nach Qualität, (Ladungs-)Behandlung und Alter der Zellen unterschiedlich, jedoch der Pack ist auf jeden Fall geschädigt, denn er kann immer nur so gut wie die schlechteste Zelle. Allerdings kann man mit ihm unter Umständen je nach Einsatzbedingungen noch eine Weile damit zurechtkommen, wenn man ihn nicht tiefentlädt und ihn rechtzeitig nachladet.
Ein Auswechseln einzelner Akkus ist nicht zu empfehlen, da alle Zellen gleiche Eigenschaften inbezug auf Hersteller/Kapazität/Alterung haben sollten.
Im Extremfall könnte man schon 1 oder 2 Zellen rausschneiden und welche mit Lötfahnen und gleichen Leistungsdaten einsetzen, da ja aber die restlichen nicht mehr gerade taufrisch sind, rechnet sich das ganze auch in Bezug auf die Ladeeigenschaften und Resthaltbarkeit auf längere Sicht nicht.
Ausserdem ist das ganze meist auch nicht für jene geeignet, die Akku-Geräte beruflich nutzen (müssen), da die Prozedur einiges an Zeit und Arbeit beansprucht, also eher etwas für Heimwerker und Bastler.
Gruss Schraubix

This post has been edited 1 times, last edit by "schraubix" (Nov 13th 2008, 11:24am)