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Sunday, December 7th 2008, 2:11pm

Saeco Magic Kaffeautomat läuft aus; Pumpe schaltet nicht ab

Unser Saeco Magic Kaffeautomat ist älter als 10 Jahre (noch keine Digitalanzeige). Seit geraumer Zeit verliert er mehr und mehr Wasser. Nach dem Öffnen des Geräts zeigt sich, daß der Wasseraustritt unteren Rand des Durchlauferhitzers erfolgt und zwar anscheinend im Dichtungsbereich zwischen den beiden Gehäusehälften. Dennoch war eine Kaffezubereitung möglich.

Seit kurzem kommt ein weiteres Problem hinzu: Nach dem Einschalten des Geräts schaltet die Pumpe nicht mehr ab sondern produziert stetigen Wasseraustritt an der Leckstelle. Kaffezubereitung ist damit nur noch unter Überschwemmungsbedingungen möglich.

Meine Fragen:


  • Ist das Nichtabschalten der Pumpe ein Folgefehler des Lecks(mangelnder Druckaufbau o.s.ä.), oder hat jetzt auch noch die Elektronik einen Macken?
  • Wie kann ich das Leck wenigstens kurzzeitig zur Fehlerklärung abdichten?

Sowohl Steuerplatine als auch Heizelement auszutauschen lohnt bei der alten Maschine sicherlich nicht mehr?!

Danke für die kommenden Tipps

gek16

Posts: 14,879

Location: Hockenheim

Occupation: Hausgerätetechniker und Technischer Redakteur

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2

Monday, December 8th 2008, 6:37am

Hallo,

für das Heizelement gibt es einen preiswerten Dichtsatz, dessen Einbau in jedem Fall lohtn. Wenn allerdings die Boiler längere Zeit undicht waren, sind sie oft so verbacken, dass ein Trennen der Boilerhälften nur noch mit Gewalt möglich ist und dabei der Boiler oft vollends zerstört wird.

Zuästzlich dürfte die Elektronik defekt sein - das könnte durch den Dampfaustritt und die ständig feuchte Luft im Innern passiert sein. Ich würde mal versuchen, den Boiler zu zerlegen. Wenn das gut geht, kannst du dich auf die Suche nach einer gebrauchten Elektronik machen oder versuchen, die Elektronik zu reparieren. Dann lohnt sich das Ganze auch, wenn das Gerät sonst noch gut in Schuss ist.

Christian

3

Wednesday, December 31st 2008, 1:17pm

Maschine funktioniert wieder

Hallo Christian,

vielen Dank für Deine Ratschläge; sie waren goldrichtig:

Die Leiterplatine hatte tatsächlich einen Macken. Im Bereich NV1 hatte sich (wahrscheinlich durch die ständig feuchte Luft) eine Kriechstromstrecke (Funkenstrecke wäre vielleicht treffender) zwischen einer Lötstelle und der danebenliegenden Leiterbahn gebildet. Dieser Bereich liegt unmittelbar vor dem Stecker, der zur Pumpe führt. Dadurch stand die Pumpe permanent unter Spannung. Nach Beseitigung dieses ungewollten Kontakts - Abkratzen des verschmorten Materials, Ausharzen der Reparaturstelle (ich habe Uhu Plus genommen) - war die Elektronik wieder funktionsfähig; die Pumpe schaltet nur dann ein, wenn sie gebraucht wird.

Die Zerlegung des Boilers gelang ohne Anrichten größerer Schäden. Allerdings war die Trennung der beiden Gehäusehälften etwas mühevoll. Wenn ich gewußt hätte, daß die beiden Hälften nicht nur durch 5 Schrauben, sondern im Inneren auch noch durch einige Fixierungsstifte zusammengehalten werden, hätte ich mir leichter getan. Über kaffeemaschinenklinik.de (www.komtra.de) dann den Dichtungssatz bestellt, nach dessen schneller Lieferung (Kompliment an die Firma!) diesen eingebaut, und schon tut die Maschine wie vor 10 Jahren.

gek16