@ Willi22:
Zu diesem Thema habe ich allerlei grundsätzlich nutzbares geschrieben, was Du wahrscheinlich beim durchschmökern des Forums gefunden hast. Bringt Dich das nicht weiter? Zuerst mißt man doch alle in Frage kommenden Komponenten durch, bevor man die Sache erneut unter (Netz-) Spannung setzen will. Aussagen dazu fehlen mir.
Zur "Sicherung":
Eine Sicherung im Hochspannungsbereich habe ich in einer MW noch nie gesehen. Die wäre auch richtig groß und teuer, wenn sie für 5kV und ggf. auch noch DC geeignet sein sollte. Als E-Meister solltest Du dazu einiges wissen.
Was Du gefunden hast, ist wahrscheinlich eine Hochspannungsdiode. Schwarzer Kunststoff, rechteckiger Querschnitt, axial bedrahtet...?
Wie so eine Diode zu testen ist, hast Du gelesen? Mit der Diodentestfunktion eines normalen DMM bekommt man i.d.R. nur Isolation in beiden Richtungen angezeigt, weil die UF durch interne Reihenschaltung von Dioden typisch bei 5...6V liegt. 0,75A ist dann die Belastbarkeit der Diode.
Leckstrahlenmessung:
Dazu gab es hier schon wilde Diskussionen, welche ich um des lieben Frieden Willen eigentlich nicht wieder aufleben lassen möchte.
> vom prinzip sind die meisten geräte, auch das micromaxx, so gebaut, dass mit der zeit undichtigkeiten auftreten, da der faraday'sche körper nicht vollständig gezogen, sondern einzelbleche
verschraubt sind, deren kontaktflächen oxidieren.
Bei Mikrowellen ist das nicht so. Korrosion spielt da kaum ein Rolle, zumal die Garräume eigentlich immer weitgehend aus einem Stück bzw. verschweißt sind. Kritisch sind nur massive Beschädigungen im Bereich der Tür - d.h. schon mit bloßem Auge erkennbare Verformungen. Die Leitfähigkeit etwa der Türscharniere und des Türschlosses sind vielleicht noch bedingt ein Thema. Das sollte alles in ordentlichem sauberem und leichtgängigem Zustand sein.
Wenn das Sichtfenster aus Lochblech ist, hat auch davor montierte Scheibe keine sonderlich aufregende Funktion. Die verhindert (von außen), daß man sich dem Gitter zu sehr nähert und ermöglicht (insbes. von innen) eine leichte Reinigung. Also: Leute, welche so eine Scheibe durch normales Fensterglas hinreichender Dicke oder ggf. Macrolon ersetzen, sind nicht automatisch zum steinigen freigegeben. Das wird erst gemacht, wenn es eine Spezialscheibe mit integrierten Drähten oder Metallfolie war...
Ganz wichtig ist die absolut zuverlässige Funktion der automatischen Abschaltung der Mikrowellenerzeugung, wenn die Tür während dessen Betriebes geöffnet wird.
Als Elektriker muß ich Dir nicht erzählen, wie Deine Überlebenschancen für 2...3kV pulsierender DC oder eben AC und ca. 1kW Leistungsfähigkeit aussehen. In diesem Bereich liegen eher die Gefahren von Mikrowellengeräten in den Händen von Leuten, die nicht genau wissen, was sie tun, als im Bereich der "Leckstrahlen".
Ich hatte schon mal angeregt, einen allgemeingültigen Sicherheitspassus für MW-Reparaturen zu schaffen, um die ewigen Diskussionen zu den stets gleichen Sicherheitsbedenken nicht jedes Mal erneut aufflammen zu lassen. Dann könnte man sich ohne langwieriges Vorgeplänkel dem eigentlichen Thema widmen.
Gruß
Thomas
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