So, jetzt möchte ich meinen Teil doch mal dazu beitragen:
Ich bin ambitionierter Autodidakt, habe ein Physikstudium als theoretischen Hintergrund und musste leider spätestens beim Hausbau feststellen, dass Handwerker auch nur mit Wasser kochen und deren Priorität oft in ihrem betriebsinternen Kostenmanagement liegt ;-) .
Wenn ich irgendwas reparieren will, das ich noch nicht gemacht habe, informiere ich mich, z.B. in Foren im Netz, mit Schaltplan oder Explosionszeichnung. Außerdem schaue ich wie die Maschine funktionieren soll, nehme ein Messgerät und messe nach.
Wenn man das tut muss das Ergebnis nicht schlechter sein als bei einem "richtigen" Handwerker.
Wenn ich mir bei der Sache nicht ganz sicher bin rufe ich einen Fachmann.
Ich bin bis jetzt ganz gut damit gefahren und habe viel Geld sparen können, das meiner Familie zu Gute kam.
Natürlich kann ich keine VDE konforme Schutzleiterprüfung machen, aber, Hand aufs Herz, welches Risiko besteht wirklich, wenn man nur eine Pumpe oder die Motorkohlen tauscht und anschließend sicherheitshalber mit dem Multimeter nach Masse misst.
Alle meine Steckdosen sind geprüft und ich habe mehrere FI Schalter in allen Stromkreisen, also würde bei einem Fehlerstrom der FI sofort fliegen, wenn es doch wider Erwarten eine Verbindung zum Schutzleiter gäbe, was nach meinen Reparaturen noch nie vorkam.
Ich gehe tagtäglich mit hochkomplexen Geräten und Verfahren um, da sind die Geräte im Haushalt meist recht einfach zu durchschauen.
Mein Ehrgeiz liegt außerdem darin, Module und Schaltungen durchzumessen und zu reparieren, anstatt einfach das komplette Modul wegzuwerfen und ein neues einzubauen. So habe ich einem bekannten die Waschmaschine (Privileg, keine Garantie mehr durch die Quelle Pleite) für 1,50€ repariert (Triac Tausch für Ansteuerung Laugenpumpe). Eine neue Elektronik hätte Hunderte von Euros gekostet.
Leider macht so etwas heutzutage kaum noch ein Handwerker...
BTW: Ist zwar ziemlich OT aber hochinteressant die Diskussion hier :)