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Thursday, June 30th 2011, 10:33pm

Schallmessung einer Waschnmaschine

Nabend,

in einem Anfall von Tatendrang habe ich heute ein Mikrofon neben meine Waschmaschine gehalten und die Geräusche aufgenommen, die meine Maschine beim Waschen und Schleudern so von sich gibt, wenn keine Wäsche drin ist.

Es hat mich einfach mal interessiert, welche Geräusche die beweglichen Bestandteile der Maschine so von sich geben, also der Motor, die Lager, die Federn, die Dämpfer und aller sonstiger Wackelkram etc. Das Mikrofon erfasst bei der Messung natürlich das ganze Gemisch aller Geräusche. Aber die Software kann das Gemisch in ihre Bestandteile zerlegen. Natürlich nicht in Motor, Federn, Lager etc., sondern in tiefe Töne, mittlere Töne und hohe Töne. Salopp gesagt in Rumpeln, Brummen, Heulen, Sirren, Pfeiffen. Wobei sich diese Begriffe natürlich nicht exakt bestimmten Tonhöhen zuordnen lassen, sonden nur ungefähr. Das Diagramm ist also nur eine grobe Orientierung, zumal jede Waschmaschine ein anderes Frequenzspektrum erzeugt.

Bei dieser Messung ging es mir hauptsächlich darum, herauszufinden, ob man eine Waschmaschine ähnlich wie bei einem Computer mit moderatem Aufwand durch hinzufügen von Dämm-Material im und am Gehäuse merklich leiser bekommt. Soweit ich das Diagramm richtig deute, würde ich sagen - Jain.

Gegen das tieffrequentes Rumpeln und Brummen lässt sich nur wenig bis gar nichts ausrichten. Diese Schallwellen haben eine so exorbitant große Wellenlänge (mehre Meter), dass die Dämm-Matten so dick sein müssten wie die Waschmaschine selbst, um einen merklichen Dämpfungseffekt zu erzielen. Und meist wird ja auch der ganze Fußboden oder auch die Wände mit in Schwingung versetzt. Man könnte aber wenigstens das nackte Gehäuseblech der Maschine von innen mit Bitumen-Matten oder Schwerfolie bekleben, so dass die Schwingungen der Gehäusebleche ein wenig reduziert werden. Mittlere Frequenzen, und besonders die hohen Frequenzen lassen sich dagegen schon mit Dämm-Matten von wenigen Zentimetern Stärke merklich in der Lautstärke reduzieren, weil die Wellenlänge der Schallwellen zu den höheren Frequenzen hin immer kleiner wird.

Schaut man sich das Diagramm einmal genauer an, so ist recht gut zu erkennen, dass die Waschmaschine beim Schleudern zwar insgesamt lauter ist als beim Waschen, aber nicht alle Frequenzen werden gleichmäßig lauter, sondern das tieffrequente Brummeln und das höherfrequente Sirren und Pfeiffen steigen stärker an als das mittelfrequente Summen und Heulen. Daraus lässt sich meiner Meinung nach schließen, dass eine Kombination von 2-3mm Bitumen-Matten oder Schwerfolien mit etwa 30mm Dämm-Matten aus prösem Dämmstoff (Vlies, Basotec etc) eine durchaus wirksame Schalldämmung ermöglicht, wenn man diesen "Verbund" von innen ans Gehäuse klebt.

Sofern die Maschine ab Werk bereits eine gute Schalldämmung aufweist, dann wird man durch eine eigene Dämmung wohl nur wenig Besserung erzielen. Aber wenn die Maschine ab Werk eher nicht so gut oder an einigen Gehäusewänden gar nicht gedämmt ist, dann könnte man vermutlich eine merkliche Verbesserung erzielen.

Viele Grüße
wiesonich__ has attached the following file:

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Thursday, June 30th 2011, 11:10pm

Manche Hersteller bieten Waschmaschinen mit bürstenlosen Motoren an, die oft deutlich leiser sind. Allerdings erzeugen diese Motoren oft einen sehr tiefen Ton. Zum Beispiel der LG Direct Drive In einer Zeitung hab ich mal gelesen, dass eine Studie folgendes ergeben hat: Der Mensch empfindet sehr tiefe und leise Töne unangenehm. Es könnte also durchaus sein, dass Waschmaschinenhersteller deshalb Bürstenmotoren verwenden. Natürlich sind Motoren mit Bürsten wahrscheinlich auch billiger und haben einen deutlich höheren Verschleiß, allerdings ist das oft sehr hohe, beinahe "kreischende" Geräusch von diesen Motoren auch nicht wirklich angenehmer. Hier mal ein gutes Beispiel dafür, Allerdings variert auch hier das Geräusch je nach Hersteller. Unsere Bosch hat einen relativ leisen Motor, der auch beim Schleudern ein noch sehr angenehmes (im Vergleich zu anderen) Geräusch erzeugt. Auch hier mal ein Beispiel.

Mb
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3

Thursday, June 30th 2011, 11:26pm

Dieses Thema gehört eigentlich nicht direkt ins Hausgeräteforum und ist entsprechend zu verschieben in Sonstige
was Janko sicher tun wird.Schalldämmung ist ja auch ein Punkt,der entsprechend kostenintensiv zu Buche schlägt,
und damit in den Zeiten des " Geiz ist geil" nicht ausschliesslich positiv entgegengenommen wird,da zum einen der
Kunde die Zeche bezahlen muß,und zum zweiten ein nicht unerheblicher Anteil von Waschmaschinen ihre Arbeit tief
im Keller verrichten und hier die Nachfrage danach eher unerheblich ist.Bei dem grösseren Anteil der Geräte wird man
sich als Kunde eher am Preis orientieren,und daher wird Schalldämmung eher ein Nischenmodell bleiben für
Premiumhersteller.

mfG Thomas
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Prinz

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4

Friday, July 1st 2011, 11:00am

Dann kaufst Du dir eine Bosch Silence die ist von Hause aus gedämmt das einzigste Geräusch ist das
schlagen der Knöpfe ans Bullauge.
Und als Einbaugerät ist auch noch ne dicke Tür davor
mfg
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Friday, July 1st 2011, 1:10pm

@Prinz: Eine Waschmaschine soll aber auch leise bleiben. Oder kennst du einen lautlosen Lagerschaden?

Mb WFK2831
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Prinz

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Friday, July 1st 2011, 1:49pm

äh was hat die Antwort mit der Frage zu tuen?
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Friday, July 1st 2011, 2:05pm

Damit hab ich gemeint, das die Bosch Silence nicht so schön silent bleiben wird.

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Prinz

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8

Friday, July 1st 2011, 2:37pm

jede andere aber auch nicht wenn die Lager fertg sind
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Friday, July 1st 2011, 2:52pm

damit meinte ich, dass Miele hier am besten ist.
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Prinz

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10

Friday, July 1st 2011, 3:06pm

was sollen eigentlich immer diese sinnlosen Diskusionen :whistling:
Wenn Du den Lappen hast diskutieren wir dann über Autos?
Inzwischen wissen hier alle das Du Firma M**** über alles stellst :D
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11

Friday, July 1st 2011, 6:53pm

@WFK2831
Der Bereich tiefer Töne, die wir als wirklich unangenehm empfinden, liegt glaube ich sehr tief. Töne unter 20Hz zum Beispiel sollen sogar Übelkeit und Erbrechen auslösen, dafür müsste die Töne aber auch sehr laut sein. Und von einem Ton kann dann auch nicht mehr die rede sein. Das gleicht eher einem Druck im Bauch. Eine Waschmaschine bekommt das in dieser Lautstärke aber meiner Ansicht nach gar nicht hin. Das braucht schon mächtig viel Dampf. Aber zum Glück empfinden wir störende tiefe Töne im Vergleich zu störenden hohen Tönen der selben Lautstärke ohnehin als grundsätzlich leiser, also im direkten Vergleich als weniger unangenehm. Das hängt wohl auch mit unserer Reaktion auf Warnrufe zusammen, die in der Regel eher mittel- bis hochfrequente Anteile aufweisen. Ich glaube deshalb eher nicht, dass Hersteller von Hausgeräten auf Kollektormotoren zurückgreifen, um die Geräsuchkulisse "ausgewogener" zu gestalten.

Meine Waschmaschine läuft gerade, und testweise habe ich mal eine etwa vier Zentimeter dicke Basotec-Matte (Hochleistungs-Dämmstoff) vor die Maschine gestellt. Die Maschine ist von Haus aus schon recht leise, aber mit der Matte davor ist es nochmal ein Unterschied wie Tag und Nacht. Die Motorgeräusche werden fast vollständig absorbiert. Nur ein leises Rumpeln durch die Bewegung der Wäsche bleibt übrig. Ich würde was drum geben, die Maschine dauerhaft so leise zu bekommen. Ehrlich gesagt bin ich auf den Geschmack gekommen...

@Prinz
Das mit der Dicken Tür vor der Maschine ist eine sehr gute Idee! Mal schauen, wie sich das für meine gute alte Siemens umsetzen lässt. Die hat eine solide Substanz. Das könnte sich lohnen. Muss eh die Küche umbauen.