Nabend,
in einem Anfall von Tatendrang habe ich heute ein Mikrofon neben meine Waschmaschine gehalten und die Geräusche aufgenommen, die meine Maschine beim Waschen und Schleudern so von sich gibt, wenn keine Wäsche drin ist.
Es hat mich einfach mal interessiert, welche Geräusche die beweglichen Bestandteile der Maschine so von sich geben, also der Motor, die Lager, die Federn, die Dämpfer und aller sonstiger Wackelkram etc. Das Mikrofon erfasst bei der Messung natürlich das ganze Gemisch aller Geräusche. Aber die Software kann das Gemisch in ihre Bestandteile zerlegen. Natürlich nicht in Motor, Federn, Lager etc., sondern in tiefe Töne, mittlere Töne und hohe Töne. Salopp gesagt in Rumpeln, Brummen, Heulen, Sirren, Pfeiffen. Wobei sich diese Begriffe natürlich nicht exakt bestimmten Tonhöhen zuordnen lassen, sonden nur ungefähr. Das Diagramm ist also nur eine grobe Orientierung, zumal jede Waschmaschine ein anderes Frequenzspektrum erzeugt.
Bei dieser Messung ging es mir hauptsächlich darum, herauszufinden, ob man eine Waschmaschine ähnlich wie bei einem Computer mit moderatem Aufwand durch hinzufügen von Dämm-Material im und am Gehäuse merklich leiser bekommt. Soweit ich das Diagramm richtig deute, würde ich sagen - Jain.
Gegen das tieffrequentes Rumpeln und Brummen lässt sich nur wenig bis gar nichts ausrichten. Diese Schallwellen haben eine so exorbitant große Wellenlänge (mehre Meter), dass die Dämm-Matten so dick sein müssten wie die Waschmaschine selbst, um einen merklichen Dämpfungseffekt zu erzielen. Und meist wird ja auch der ganze Fußboden oder auch die Wände mit in Schwingung versetzt. Man könnte aber wenigstens das nackte Gehäuseblech der Maschine von innen mit Bitumen-Matten oder Schwerfolie bekleben, so dass die Schwingungen der Gehäusebleche ein wenig reduziert werden. Mittlere Frequenzen, und besonders die hohen Frequenzen lassen sich dagegen schon mit Dämm-Matten von wenigen Zentimetern Stärke merklich in der Lautstärke reduzieren, weil die Wellenlänge der Schallwellen zu den höheren Frequenzen hin immer kleiner wird.
Schaut man sich das Diagramm einmal genauer an, so ist recht gut zu erkennen, dass die Waschmaschine beim Schleudern zwar insgesamt lauter ist als beim Waschen, aber nicht alle Frequenzen werden gleichmäßig lauter, sondern das tieffrequente Brummeln und das höherfrequente Sirren und Pfeiffen steigen stärker an als das mittelfrequente Summen und Heulen. Daraus lässt sich meiner Meinung nach schließen, dass eine Kombination von 2-3mm Bitumen-Matten oder Schwerfolien mit etwa 30mm Dämm-Matten aus prösem Dämmstoff (Vlies, Basotec etc) eine durchaus wirksame Schalldämmung ermöglicht, wenn man diesen "Verbund" von innen ans Gehäuse klebt.
Sofern die Maschine ab Werk bereits eine gute Schalldämmung aufweist, dann wird man durch eine eigene Dämmung wohl nur wenig Besserung erzielen. Aber wenn die Maschine ab Werk eher nicht so gut oder an einigen Gehäusewänden gar nicht gedämmt ist, dann könnte man vermutlich eine merkliche Verbesserung erzielen.
Viele Grüße