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Privileg Compact 1420: wandert beim Schleudern

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  • Privileg Compact 1420: wandert beim Schleudern

    Hallo,

    nach Lösung des Problems meiner eigenen Waschmaschine ist nun die einer Freundin dran.

    Typenschild: 503.168

    Es handelt sich um die Privileg Compact 1420, so ein ultra-kompakter 3kg Toplader von ASKO.

    Die Maschine arbeitet zufriedenstellend, solange man sie nicht schneller als 900 U/min schleudern läßt. Wenn sie schneller wird (bis 1200 U/min kann sie), fängt sie an, davon zu laufen.

    Wenn man den Bottich ganz nach unten auf den Anschlag drückt und dann losläßt, kommt er sanft zurück und schwingt nicht aus. Dämpfer scheinen also in Ordnung. Allerdings läßt er sich leicht in horizontaler Richtung hin und her bewegen, schwingt sich dabei auf und schlägt dann auch schnell ans Gehäuse (kommt im normalen Betrieb aber so gut wie nicht vor).

    Bei abgenommenen Antriebsriemen läßt sich die Trommel leicht drehen, man hört keinerlei Geräusche aus den Lagern. Die gußeisernen(!) Gewichte sind fest an den Bottich angeschraubt und wackeln nicht. Was man aber hören kann, ist, daß der Motor beim Schleudern (500 U/min) mit leerer Trommel bei jeder Trommelumdrehung anziehen muß.

    Wonach kann ich nun hier suchen? Da die Maschine aufgrund ihrer kleinen Trommel eh schon eine recht bescheidene Schleuderleistung hat, will meine Bekannte diese nun nicht auch noch künstlich herabsetzen.

    Gruß, RF


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  • Die Stoßdämpfer lassen sich im eingebauten Zustand nicht so gut prüfen. Bau sie lieber aus und kontrolliere dann ob sie richtig arbeiten. Es muss ein spürbarer Widerstand beim Zusammendrücken / Auseinanderziehen vorhanden sein.

    Grüße,
    Michael

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  • Also jetzt habe ich die Maschine eine Zeit lang beobachtet und kann mehr dazu sagen.

    Die Maschine steht absolut im Wasser (d.h. gerade), die Füße haben noch jede Menge Gripp und sind gekontert. Die können es nicht sein.

    Ob die Dämpfer einen Schuß haben, kann ich noch nicht genau feststellen. Im eingebauten Zustand sind sie ok, aber das Ausbauen bereitet mir Probleme (s.u.).

    Während die Trommel bei ersten Versuchen ohne Antriebsriemen leicht und geräuschfrei bewegt werden konnte, so ist es jetzt beim Schleudern so, daß bei jeder Trommelumdrehung ein lautes, dumpfes Geräusch zu vernehmen ist. Leider kann ich es schlecht beschreiben, hört sich aber nicht gerade gut an. Zudem kann man nach dem Schleudern merken, daß die Trommel auf der rechten Seite am Lager wärmer ist, als auf der linken Seite (lediglich handwarm aber spürbar). Sollte hier ein defektes Lager seine Reibungswärme loswerden?

    Den Bottich habe ich durch die Trommel einmal ausgeleuchtet, auf die Schnelle kann ich keine Fremdkörper erkennen.

    Nun aber das Hauptproblem: ich würde die Maschine gerne einmal im offenen Zustand beobachten und ggf. mir die Lagersitze ansehen, ob man dort evtl. Wasser-/Rostspuren sehen kann, die auf einen Lagerschaden hinweisen. Das Problem: wir kriegt man das Ding auf? Die Maschine hat keine abnehmbaren Seitenwände, nur eine abnehmbare Rückwand. Der Rest ist um die Maschine umlaufend (von oben betrachtet ein Blech in U-Form) verschraubt. Kann ich das einfach abschrauben oder fällt mir der ganze Kasten dann zusammen, d.h. ist das Gehäuseblech tragend?

    Wäre nett, wenn ich einer was dazu sagen kann. Im Netz finde ich über dieses Gerät sehr wenige Informationen, eine Explosionszeichnung wäre ja wundervoll, aber wohl nicht wirklich zu haben...

    Edit: Das komplette Typenschild.

    Modell: W421-U02A
    Produkt Nr.: 503.168 7 (oder 503.166 7, schlecht zu erkennen)
    Privileg Nr.: 20249
    Ser-No.: 505/12526

    Asko Appliances

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Roter_Flieger ()

  • Mach doch mal ein paar Bilder von dem guten Stück. Aber wenn es wirklich der 3kg Toplader ist, der mir grade im Kopf schwirrt - dann hast du da einen echten Exoten ausgegraben...

    Grüße,
    Michael

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  • Der Klotz ist das. Nach allem, was ich im Netz darüber gelesen habe, ist es wohl ein ziemlicher Exot, dessen mechanische Konstruktion auf die 1970er zurückgeht und seitdem nicht wesentlich geändert wurde.

    Ihre Neigung zum Wandern und die Geräusche beim Schleudern beunruhigen mich etwas, außerdem leckt sie auch ganz leicht...

    Das Gerät ist quasi wie gemacht für die Wohnung und den Einsatzzweck meiner Freundin und war außerdem noch geschenkt. Daher möchte ich sie ungern gegen was anderes ersetzen und ggf. wieder instandsetzen.

  • Die Rückwand ist kein Problem, die hatte ich bereits runter. Allerdings kann man von dort nicht auf die Lager schauen, der Platz zwischen Bottich und Gehäuse ist so eng, daß dort überhaupt nichts geht.

    Die Frage ist ja, ob das umlaufende Blechkleid abnehmen kann, ohne daß was passiert. Man muß ja schließlich mal auf die Antriebsseite schauen können, von hinten sieht man nur die Elektronik, den Motor und den Netzfilter. Und natürlich den Bottich samt gußeisernen Gewichten.

    Ansonsten habe ich nämlich keine andere Möglichkeit, als den Bottich auszuhängen und da sträube ich mich noch ein bißchen...

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  • Sorry, da kann ich dir gerade nicht weiter helfen. Aber den Deckel obendrauf solltest du doch abbauen können. Gibt das vielleicht den Blich auf den restlichen Aufbau frei?

    Grüße,
    Michael

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  • Ich habe heute Abend das Ding jetzt auseinander genommen.

    Man kann in der Tat das gesamte die Maschine umgebende Blechkleid abnehmen, wenn man die Schrauben löst, mit denen das Blech an den Bodeln geschraubt ist. Danach hat man nur noch die Bodengruppe und den Bottich, der auf seinen beiden Federbeinen steht.

    Also Riemen runter, Riemenscheibe ab: Lagersitz absolut sauber, keinerlei Spuren von Wasseraustritt. Ohne Riemen sind, wie schon beschrieben, beide Lager absolut ruhig, keinerlei Geräusche zu erkennen. Die Federbeine geben beim Zusammendrücken einen nicht zu hohen aber doch spürbaren Widerstand. Alles in allem sieht die Maschine von innen sehr gut aus (wenn man mal vom Abrieb des Riemens absieht).

    Ich bin jetzt mit meinem Latein am Ende. Es gibt keine für mich als Laien offensichtlichen Fehler und dennoch macht das Ding beim Schleudern ziemlichen Lärm (obwohl leer) und wandert bei Beladung fleißig durch das Badezimmer. Lediglich die Federn, die den Bottich im Gehäuse zentrieren habe ich jetzt etwas stärker gespannt (es gibt jeweils drei verschiedene Aufnahmen für unterschiedlich starke Federspannungen).

    Irgendwelche weiteren Tips? Ich habe die Maschine jetzt erst einmal wieder zusammen gebaut, weil mir meine Freundin sonst den Kopf abgerissen hätte bei der Baustelle in ihrem Bad... :D

    Danke schonmal.

  • Gewichte sind fest? Stoßdämpfer lassen sich im eingebauten Zustand nur sehr schlecht beurteilen. Leiber ausbauen und dann Prüfen.

    Was ist den mit der Inkontinenz der Maschine?

    Grüße,
    Michael

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  • Die Gewichte sind bombenfest, da wackelt nichts.

    Die Dämpfer sind so ein Problem. Ich schrieb bewußt Federbeine, denn selbst, wenn man sie ausbaut (was eine Sch***arbeit ist), drücken sie sich von selbst auseinander. Beim zusammenschieben hat man also nicht nur die Dämpfung zu überwinden, sondern muß auch noch gegen die Federkraft anschieben. Somit ist eine objektive Kontrolle der Dinger sehr schwer.

    Interessanterweise steht der komplette Bottich auf diesen Dingern und hängt nicht an Federn im Gehäuse, so wie ich es von Frontladern kenne. Die beiden Federn, die eingebaut sind, sorgen nur dafür, daß der Bottich zentriert im Gehäuse steht. Den Bottich tragen können die nicht, dafür sind sie viel zu dünn.

    Die Inkontinenz ist auch so ein Problem. Die Schlauchanschlüsse am Bottich sind alle Trocken und an den Schläuchen kann ich keinerlei Wasserspuren erkennen. Nicht geprüft habe ich die Anschlüße der Magnetventile, diese befinden sich nämlich in einem Kunststoffkasten auf dem Boden der Maschine, den ich gestern nicht ausbauen konnte.

    Allerdings sieht man deutliche Kalkspuren auf dem Bodenblech und seitlich am Bottich. Sieht so aus, als ob das Ding regelmäßig überschwappt und die Suppe dann am Bottich hinab läuft, um sich im Bodenblech zu sammeln und dann durch die dort vorhandenen Öffnungen abzulaufen.

    Möglicherweise hängen die Leckage und der Bewegungsdrang der Maschine zusammen. Wenn sie leckt, dann läuft das Wasser unter einen der Füsse, was die Standfestigkeit doch deutlich herabsetzen dürfte.

    Lange Rede, kurzer Sinn: wäre es sinnvoll, einfach auf Verdacht die Dämpfer zu tauschen? Leider habe ich in Jankos Ersatzteilshop keine passenden Dämpfer gefunden, dort gibt es ja noch nicht einmal eine Maschine zur Auswahl, die zu den Angaben auf dem Typenschild passen. Können sind ggf. die hier anwesenden Profectis Leute mal in diesen Thread einhängen, und mir sagen, was neue Dämpfer für die Maschine kosten würden?

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