NEFF Induktion T44T90N0/02, mittlere große Kochzone knallt immer wieder durch

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  • NEFF Induktion T44T90N0/02, mittlere große Kochzone knallt immer wieder durch

    Unser Kochfeld, ein NEFF T44T90N0/02 FD 9008 00078, gekauft 09/2010 hat ein Problem mit dem mittleren Kochfeld.

    Bei längerer Benutzung knallt es, die Sicherung fliegt raus (aber auch nur die für diese Platte und auch nicht der FI) und es erscheint die gespiegelte E6.

    Das ELIN-Modul wurde im Dezember 2019 erstmalig ausgetauscht, daraufhin passierte das gleiche immer wieder in 09/20 und in 02/21 - und aktuell schon wieder. Der Neff Kundendienst ist natürlich not amused - und wir auch nicht.

    Wir benutzen Eisenpfannen und gutes Kochgeschirr. Woran kann es liegen und / oder gibt es da Dinge, die vor dem Modul defekt sein könnten?

    Der Techniker meint, die ersten Male wäre das "durch nicht so gute Pfannen" (mit dem gelöcherten Boden) passiert - aber das kann doch nicht sein oder?


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  • Das kann ich wie erkennen? Hat seinerzeit eine Elektrofirma gemacht, aber auf der Rechnung steht nur Anschluss und Absicherung...

    Müsste der Elektrofirma ja was sagen können, was falsch wäre ...
    Wir haben davon keine Ahnung, möchten aber gern die Ursache rausfinden. Also müsste ein Fachmann ran ;)

  • Die Aussage daß das ursächlich "durch nicht so gute Pfannen" (mit dem gelöcherten Boden) passiert, ist natürlich kompletter Humbug. Solch einen Techniker sollte man gleich mit der Pfanne in der Hand vom Hof jagen.

    Die Aufschrift C16 auf dem Sicherungsautomat ist eine mit C-Charakteristik und 16A Bemessungsstrom, also schon mal richtig.

    Aufgrund der Schilderung "nach längerer Benutzung" und der Kompetenz vom Techniker gehe ich aber auch davon aus daß dein Kochfeld "suboptimal" angeschlossen ist, also nur einphasig. Dafür hilft auch nicht der Modultausch. Wenn ein Foto vom Herdanschluß möglich ist könnte man das dann auch sicher sehen.

    Ich würde hier eine fähige Elektrofachkraft (und nicht das Küchenstudio) beauftragen den Herd richtig entsprechend dem mittleren Bild aus der Montageanleitung anzuschließen.

    Bei dem Kochfeld gibt es laut Handbuch ein Funktion Power-Management. Wenn ich das richtig interpretiere wird damit die maximale Leistungsaufnahme des jeweiligen Kochfelds reduziert. Du könntest damit das mittlere Kochfeld vorübergehend auf 3500 Watt limitieren, also die Einstellung "3." (drei mit Punkt) wählen. Dann würde die Sicherung erst mal nicht mehr fliegen.

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  • Habe mal versucht ein Bild zu machen, kommt man echt übel dran wenn eine Küche davor steht...
    Auch das hat ein Elektriker gemacht ...

    Die Pfannen - haben jetzt Eisenpfannen und ich muss echt sagen geil ;)

    Wenn es am Anschluss liegt - warum hat der dann 9 Jahre funktioniert und jetzt nicht mehr? Die Küche steht unverändert ...

  • Der fliegende Anschluß ist zwar nicht ordnungsgemäß ausgeführt, auch die obligatorischen Adernendhülsen für N und PE fehlen und damit ist das nicht zulässig. Und auch die Zugentlastung ist am falschen Kabel und dann auch noch völlig falsch an den Adern und nicht am Mantel angebracht, also eine mittlere Katastrophe. Aber das ist ein anderes Thema.

    Bezüglich der Verschaltung entspricht das jedoch dem mittleren Bild mit der dreiphasigen Anschaltung. Keine Ahnung woher die beiden zusätzlichen PE (gelb/grün) kommen, denn das Kochfeld sollte laut Anschlußschema nur einen haben. Aber auch das hat erstmal keinen Einfluß. Zumindest für den Fehler sollte das nicht ursächlich sein.

    Ich vermute daß das mittlere Induktionsfeld (aus welchen Gründen auch immer) nur noch aus einer Phase versorgt wird und den Strom nicht auf zwei (oder mehr) Phasen aufteilt. Und dadurch nach einiger Zeit die Sicherung fliegt. Um das zu überprüfen müßte man mit einem Zangenamperemeter den Strom an L1, L2 und L3 messen. Und dazu eine gute Eisenpfanne mit viel Wasser drin als Last auf das mittlere Feld stellen und dann voll aufdrehen.

    Hier wäre also ein fachkundiger Elektriker gefragt der den Anschluß in Ordnung bringt und dann auch den Strom in den drei Phasen für eine weitere Fehlersuche messen kann.

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  • Nun ja - nachdem sich alle auf das Anschluss-Schema gestürzt haben, hätte ich noch ein paar Fragen zu Deinem Problem - (und vielleicht auch ne Lösung) :

    X da laut Deiner Aussage das ELIN-Modul schon mehrfach zerstört wurde, glaube ICH eher an einen qualitativ minderwertigen Topf.
    X Überleg mal: ist das ELIN eigentlich immer defekt gegangen bei der "P"-Einstellung - also "Power" = höchste Heizleistung der mittleren Heizzone ???

    Solltest Du die 2 Frage mit JA beantworten müssen:

    Leider gibt es Töpfe, die in den Topfböden ALUMINIUM mit beigemengt haben !!! (Eine unsagbare FRECHHEIT der Topf-Hersteller!!!)
    Das könnte die Ursache für den häufigen Ausfall des ELIN´s sein.

    Hab auch mal so einen Problemfall gehabt. Meinem Kunden ist ebenfalls 2 x das ELIN um die Ohren geflogen. Ein sehr netter und fachkundiger Techniker an der NEFF-HOTLINE riet mir zu folgendem Vorgehen.

    Einen Topf (oder Pfanne) von einem vom HERSTELLER DES KOCHFELDES empfohlenen Produzenten (in diesem Fall "Laafer") mit dem vom Kunden benutzten Topf "vergleichen" !

    Habe also einen vom Hersteller empfohlenen Topf besorgt und mir den Topf des Kunden geben lassen. Nach der erneuten Erneuerung des ELIN zunächst den herstellerempfohlenen Topf aufgesetzt und auf Stellung "P" die Stromaufnahme des Kochfeldes gemessen. Stromaufnahme ca. 12 Ampere !!
    Danach den Kundentopf aufgesetzt (gleiche Größe!!) und die Stromaufnahme ebenfalls gemessen - ca. 9 Ampere, also 3 Ampere weniger, das sind etwa 700 Watt weniger Leistungsaufnahme dieses Topfes !!! BEACHTLICH !!

    Jedoch - W A R U M - er war doch gleich groß, müßte also auch gleich viel Energie aufnehmen ?`?`?
    Die Antwort: in den Boden des Kundentopfes wurde sehr wahrscheinlich Aluminium beigemengt. Aluminium ist völlig unmagnetisch - also für eine Hitzeerzeugung durch Induktion - total unbrauchbar - es entsteht in Alluminium KEINE Induktion !!!
    Die Topfböden hatten zwar die gleiche Masse (durch die gleiche Größe) - einer davon aber deutlich weniger EISEN, was die Induktion deutlich verschlechterte und regelmässig das ELIN zerstörte.
    Der Kunde hat dann einen herstellerempfohlenen Topf gekauft - und hat seitdem seine Ruhe.

    Das ELIN erzeugt für die Hitzeerzeugung im Topfboden ein hochfrequentes Wechselmagnetfeld, das im Topfboden zu hohen Strömen umgewandelt wird. Diese hohen Induktionsströme erzeugen letzendlich die Hitze im Topfboden.
    Ist jedoch unmagnetisches Material beigemischt, so kann der Topfboden das hohe Magnetfeld nicht völlig aufnehmen/ausnutzen/umwandeln (es ist ja Material dabei, das unmagnetisch ist!), die nichtaufgenommene Energie muss irgendwo hin und kann rückwirkend dadurch das ELIN zerstören.

    Das ist etwa so, als hätte man einen 500 PS-Motor auf voller Leistung laufen um damit eine Briefmarke aufzuheben - ja, hinkt etwas der Vergleich - aber ist ungefähr so.

    Vielleicht mal diese Prozedur mit dem Töpfevergleichen durch Strommessen durchführen - eine fachkundige Service-Werkstatt kann das sicher durchführen.

    Viel Glück

    Dr. Dash

    P.S. Die Absicherung des Kochfeldes durch 3 Stück C-16A-Automaten ist völlig okay. Sollte auf einer der drei Sicherungen ein weiteres Elektrogerät angeschlossen sein und deshalb die Sicherung fliegen, dürfte das jedenfalls das ELIN nicht zerstören, sondern - wegen Überlastung - nur die Sicherung auslösen.

  • Ich danke euch erstmal.
    Werde wohl einen Elektriker beuaftragen, der das ganze mal misst. Der Kundendienst von Neff kommt auch nächste Woche um das Modul zu tauschen.

    Bei den Eisenpfannen merkt man schon den Unterschied, was die Energieaufnahme betrifft. Meine Töpfe sind auch recht "gute". War gerade spaßeshalber auf der NEFF-Seite und hab mal nach Töpfen geschaut ->


    Neff schrieb:

    Gekapselter Boden mit Aluminiumkern

    Was mir leider immer noch völlig unklar ist, warum knallt es aktuell nach 2 Monaten immer durch obwohl wir weder Kochgeschirr noch kochweise verändert haben?
  • Wenn der WKD kommt, kann der auch über seinen Rechner die Leistungsaufnahme messen (Monitoring).
    Der Rechner muss sowieso dran, da die (meisten) Module noch geflasht werden müssen.
    So haben sich schon so manche Leute erschrocken was für ein Sch... sie gekauft haben.
    Besser kann man das den Leuten nicht rüber bringen.
    Und zum Schluß lass einen "richtigen" Elektriker den Anschluss fachgerecht über arbeiten - eventuell
    muss da auch eine doppelte Herdanschlussdose oder was vergleichbares neu gesetzt werden.
    Duch so einen Murks sind auch schon Schmorschäden an Küchenmöbel entstanden.

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  • also bisher war immer nur altes Teil raus, neues rein... Nix messen und / oder Rechner dran. Einzig Topf drauf, "hören" ob summt und warten ob Wasser kocht.... Ich werde es mal so weiter geben und mal schauen, ob und was er macht

    Für den anderen Teil muss ich eine Firma kommen lassen, wir gehen da nicht dran .... Den Anschluß direkt am Kochfeld hat ein befreundeter Elektriker gemacht (hatte das bisher nie gesehen, weil der Anschluss durch ein Brett verdeckt ist)...

  • Dr. Dash schrieb:



    Leider gibt es Töpfe, die in den Topfböden ALUMINIUM mit beigemengt
    haben !!! (Eine unsagbare FRECHHEIT der Topf-Hersteller!!!)

    ...



    Das ELIN erzeugt für die Hitzeerzeugung im Topfboden ein hochfrequentes Wechselmagnetfeld, das im Topfboden zu hohen Strömen umgewandelt wird. Diese hohen Induktionsströme erzeugen letzendlich die Hitze im Topfboden.
    Ist jedoch unmagnetisches Material beigemischt, so kann der Topfboden das hohe Magnetfeld nicht völlig aufnehmen/ausnutzen/umwandeln (es ist ja Material dabei, das unmagnetisch ist!), die nichtaufgenommene Energie muss irgendwo hin und kann rückwirkend dadurch das ELIN zerstören.

    Das ist etwa so, als hätte man einen 500 PS-Motor auf voller Leistung laufen um damit eine Briefmarke aufzuheben - ja, hinkt etwas der Vergleich - aber ist ungefähr so.

    Der gezogene Schluß bezüglich dem beigemengtem Aluminium und der der "nicht aufgenommenen Energie" ist technisch nicht zutreffend und auch der Vergleich stimmt überhaupt nicht.

    Aluminium läßt sich in einem indiutionsfähigem Edelstahltopf (18/0) oder einer Eisenpfanne grundsätzlich nicht beimengen, jedenfalls nicht in einem wesentlichen Maße um daraus Kostenvorteile zu ziehen. Aluminium kann man lediglich als Legierungsbestandteil zusetzen, aber wir sprechen dann von Beimengungen weit unter 1%.

    Tatsächlich wird Aluminium schon seit vielen Jahrzehnten als guter und preisgünstiger Wärmeleiter im (Kapsel-)Sandwichboden von Edelstahl-Kochtöpfen und Pfannen verwendet. Das sorgt bei Gas- und Induktionsherden dafür daß die Wärme gleichmäßig über die Bodenfläche gleichmäßig verteilt wird. Hier wird also eine Zwischenschicht aus Aluminium mit dem Topfboden unter hohem Druck verlötet. Und umgekehrt wird auch bei einer Gußpfanne aus Aluminium oder einem sehr hochwertigen Kupfertopf ein magnetischer Stahlboden (18/0) aufgebracht oder eingearbeitet, um die auch auf einem Induktionsherd nutzen zu können.


    Wenn also ein Edelstahltopf Topf bei gleichem Durchmesser im Vergleich zu einer massiven Gußeisenpfanne nur einen dünnen relativ Stahlanteil im Kapselboden hat, dann kann er auch nur entsprechend weniger Wärme umsetzen. Der "schlechte" Topf verhält sich also genau so wie eine massive Eisenpfanne mit kleinerem Durchmesser - er wird einfach langsamer erwärmt.

    Und die dabei "nicht aufgenommene Energie" muß schon gleich gar nicht nirgendwo hin, weil die schlichtweg gar nicht existiert. Du schreibst ja auch daß beim "schlechteren Topf" der Herd 3 A bzw 700W weniger Leistung aufnimmt als bei dem besseren Topf! Würde diese nicht aufgenommene Energie irgendwo hin (also z.B. zurück in das ELIN) dann würde auch nicht die Stromaufnahme sinken. Es ist also grundsätzlich so daß bei einem kleineren Topf (oder bei einem Topf mit weniger Eisen) von vorneherein weniger Strom aufgenommen wird.

    Bei einem 500 PS-Motor ist es genau das gleiche. Mit einer großen Last (z.B. ein angeschlossener Dynamo) kann die volle Leistung in Strom umgewandelt werden, und der Motor erhitzt sich aufgrund der thermischen Verluste. Wenn aber der große Dynamo ausgekuppelt, und durch einen Fahrraddynamo mit 6W ersetzt wird, dann läuft der 500 PS-Motor im Leerlauf, verbraucht entsprechend den entfallenen 500PS weniger Treibstoff und wird somit auch nur noch handwarm. Genau so ist es mit dem ELIN. Das setzt nur die Energiemenge um, die tatsächlich von der Pfanne oder dem Topf aufgenommen werden kann.

    Man kann das hochfrequente Feld eines Induktionsfelds auch mit dem niederfrequenten Feld eines elektrischen Transformators vergleichen. Wenn an einem 4kVA Trafo eine 4kVA Last hängt, dann fällt am Trafo auch die volle Verlustleistung ab und der Trafo erwärmt sich merklich. Belastet man den hingegen nur mit einem Bruchteil, z.B. 0,1kVA, dann fließen nun NICHT die restlichen 3,9kVA in den Trafo zurück und zerstören diesen. Ganz im Gegenteil der Trafo wird in dem Fall kaum noch warm werden.

    Und zu guter Letzt lassen sich auch nichtmagnetische Werkstoffe wie z.B. Aluminium und Kupfer problemlos induktiv erwärmen bis hin zur Schmelze. Allerdings nicht mit einem gewöhnlichen Induktionshert, da dieser für die Topferkennung einen Ferromagnetischen Wekstoff benötigt. Aber das ist dann ein anderes Thema.


    Zurück zum eigentlichen Problem: Du solltest den Herdanschluß in Ordnung bringen lassen bevor der WKD kommt. Denn so darf der Herd nicht betrieben werden und der WKD müßte den außer Betrieb nehmen. Oder den selbst entsprechend der gültigen Normen instand setzen.