Miele W6000 WPS Gala Grande | grau-hellbeiger Schmierfilm

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  • Wie ist eure Meinung zu dem Zustand?
    Ich bin ja branchenfremd und weiß nicht wie eine Waschmaschine ansonsten von innen ausschaut. Mir fehlt sozusagen die "Zielsetzung". ;)

    Sollte ich mit Zitronensäure einen Durchlauf machen?

    Wie sollte ich dosieren, damit die Maschine keinen Schaden nimmt?
    Ich habe Zitronensäure in Pulverform (350g), sowie 20% flüssige Zitronensäure (400ml) vor Ort.

    Ich hatte gelesen, dass man bei Zitronensäure eher 60° statt 95° nehmen sollte.

    Viele Grüße aus dem Norden,
    Bernd

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von bulli999 ()


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  • Maschinenreiniger in Pulverform besteht zumeist aus Zitronen- Apfel und Weinsäure sowie <5% nichtionische Tenside. Die Kombination unterschiedlicher schwacher Säuren hat eine wesentlich bessere Wirkung als reine Zitronensäure, ungefähr Faktor 2. Gewöhnlich sind 250g in einer Packung, und so viel sollte man auch nehmen. Denn Zitronensäure reagiert mit dem Kalk zu Calciumcitrat was in Wasser schwer löslich ist und ausfällt, aber dafür eine gute Löslichkeit in Zitronensäure besitzt. Das könnte bei den dünnen Schläuchen einer Kaffeemaschine zu Verstopfungen führen, somit muß immer ein Säureüberschuß vorhanden sein. Bei der Waschmaschinen ist das nicht kritisch, da man dort oft auch Sand und andere Sachen über stark verschmutzte Wäsche einträgt, und auch die Schlauchdurchmesser wesentlich größer sind. Professionelle Entkalker haben oft noch einen Farbindikator (z.B. Phenolphthalein) der bei Farbumschlag (in dem Fall rosa-violett nach farblos) anzeigt das die Säure verbraucht ist.

    Man könnte die konkrete Menge auch ausrechnen, aber über den Daumen gepeilt ist das die dreifache Menge an Zitronensäure wie an Kalkablagerungen vorhanden ist. Auch die komplette Packung mit 350g ist kein Problem.

    Zitronensäure kannst du sowohl heiß wie kalt nehmen, aber je nöher die Temperatur um so besser reagiert die mit dem Kalk. Es empfiehlt sich also der Kochwaschgang mit 95°C. Allerdings greift Zitronensäure auch das Aluminium an, allerdings längst nicht so stark wie Natronlauge. Daher ist das durchaus vertretbar. Auf den Bildern sehe ich ein Stahlkreuz, somit ist Zitronensäure überhaupt kein Problem.

    Da du im 7. Versuch jedoch bereits einen Maschinenreiniger (Pulver? 250g?) bei 95° genommen hast, wird ein weiterer Durchgang "nur" mit Zitronensäure nicht mehr viel ausrichten. Porentief sauber bekommst du die Maschine nur mit mechanischer Unterstützung, z.B. mit dem Kärcher.

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  • @gichtl
    Vielen Dank für deine Ausführungen. Das hat mir geholfen es zu begreifen, z.B. das mit dem Säureüberschuss, etc.

    Interessenhalber: Woran hast du erkannt, dass es ein Stahlkreuz ist? Die Rückseite der Trommel konnte ich mit dem Endoskop nicht erreichen.

    Kurz zum Maschinenreiniger: Der war von Dr. Beckmann (Pulver, 250g, komplett verwendet). Von Säure steht da nichts drauf.

    Das war der einzige Maschinenreiniger, den ich bei Rossmann und dm bekommen habe. Welchen sollte man sich besorgen?

    Da du den Zustand der Maschine nicht mehr bemängelst, gehe ich davon aus, dass das Innenleben grundsätzlich zufriedenstellend ist. Der feuchte Siff (Fettläuse) ist ja weg, was da noch ist, sieht für mich (als Laien) aus wie eine Mischung aus Waschmittel und Kalk. Mit einem langen Draht bin ich mal gegen eine bedeckte Stelle gestoßen. Das platzte sofort ab, gefühlt ging das leichter als ich von reinem Kalk erwarten würde.

    **********************************************************************

    Noch kurz was anderes, ist als reine Information gedacht und hat nichts mit dem Threadthema zu tun.

    Mir ist aufgefallen, dass die Temperatur nie die 85° übersteigt, obwohl 95° eingestellt ist.

    (geeichtes Infratotthermometer (Fluke))

    Daher habe ich mal einen Temperaturlogger eingeschweißt und bei 60° mitwaschen lassen (95° hält er nicht aus).
    Hier das Ergebnis:


    Da der Temperaturlogger minimal innen mit Knisterfolie gepolstert war, nehme ich an, dass knappe 50° erreicht wurden.
    Das heißt, der Hersteller bescheißt den Kunden um 10° zugunsten der Energiebilanz. Tolle neue Welt. Mein Weihnachtswunsch: Die zusätzliche Einstellbarkeit von 70° und 105° bei Waschmaschinen und die Herstellerverpflichtung auch dort wieder um 10° zu bescheißen. ;)

    Viele Grüße aus dem Norden,
    Bernd

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von bulli999 ()

  • Der Frage, woran gichtl ein Stahlkreuz erkannt hat, schließe ich mich an. :)
    Wenn ich mich nicht irre, kann im obigen Modell nur ein Alukreuz verbaut sein. Miele wechselte erst um 2020 zu Edelstahlkreuzen, und um die Jahrtausendwende wurde sukzessiv von Stahl auf Aluminium umgeschwenkt.

    Zu den Temperaturen: Willkommen in der Welt der laut Marketing immer sparsamer werdenen Waschmaschinen!

    Die Knisterfolie um den Logger herum dürfte lediglich die Messwerte zeitlich verschoben, jedoch kaum eine dämmende Wirkung gehabt haben. Es darf also davon ausgegangen werden, dass die Messwerte unter Berücksichtigung von Messungenauigkeiten des Loggers der tatsächlichen Wassertemperatur entsprechen.

    Sehen wir’s positiv: Manche Waschmaschinen erreichen im 90-°C-Programm nur knapp über 70 °C; manche besonders »sparsamen« Modelle heizen hier gerade mal auf über 60 °C auf.


    Zum Glück gehen manche Hersteller in ihren aktuellen Modellreihen den Mittelweg: Ohne einer expliziten Auswahl der »EU-Sparprogramme« mit dem markanten Pfeil wird wieder mehr oder weniger auf die eingestellten Temperaturen geheizt, teilweise sogar mit Nachheizen.

  • Die Bilder vom Schraubensitz nach dem 6., 7. und 8. Durchlauf sahen für mich wie ein Stahlkreuz aus, auch aufgrund der punktuellen Flugrostanhaftungen. Wenn das Stahlkreuz auf den Bildern aber gar nicht abgebildet war, dann habe ich mich hier geirrt.

    Der Maschinenreiniger von Frosch (250g) hat als Inhaltsstoffe: Citric Acid, Malic Acid, Tartaric Acid, Fettalkoholalkoxylat. Und Heitmann (250g): < 5 % nichtionische Tenside, Citronensäure, Apfelsäure, Weinsäure, in Lebensmittelqualität. Almawin (200g): < 5% anionische Tenside. Weitere Inhaltsstoffe: Zitronensäure.

    Der von Dr. Beckmann ist nicht schlecht, setzt aber als Biozidreiniger den Schwerpunkt auf den Biofilm aus organischen Verschmutzungen: "Entfernt unangenehme Gerüche", "Entfernt 99,9 % der Bakterien und Pilze", daher hier auch die 15-30% Bleichmittel auf Sauerstoffbasis sowie die zugesetzten Desinfektionsmittel und Duftstoffe.

    Nimm also einfach bei der nächsten Maschinenpflege einfach die vorhandene Zitronensäure und gib einen Esslöffel Tenside dazu (Spüli, Klarspüler, Waschmittel oder eben was gerade zur Hand ist).

    ***

    Daß die 95° nicht erreicht werden sondern nur ~85°C ist schon recht lange der Fall. Das hat sowohl mit der "positiven" Energiebilanz zu tun, aber auch mit dem Schutz vor Verbrennen an heißen Oberflächen (z.B. spielende Kinder).

    Dein Weihnachtswunsch läßt sich leicht erfüllen. Das ist ein passender Widerstand in Reihe zum NTC, der die Widerstandskurfe so verschiebt daß die eingestellten Temperaturen wieder stimmen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von gichtl ()

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  • Mist... ich habe heute das erste Mal nach der Reinigungsodyssee Wäsche gewaschen. In der Maschine war recht wenig Wäsche (500g).
    Das Ergebnis ist leider mies.

    Auf zwei Wäschestücken dunkle Streifen, etwas faserig, die man teilweise mit dem Finger bewegen kann. ||

    Hier drei Fotos von einem T-Shirt:


    Einen solchen dunklen Dreck habe ich mit dem Endoskop gar nicht gefunden. Das war ja alles eher hellbeige. :/:S8|

    Türgummi und der Spalt zwischen Trommel und Bottich sind auch supersauber.

    Viele Grüße aus dem Norden,
    Bernd

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    Die vorigen Bemühungen, den festsitzenden Schlamm loszuwerden, haben diesen natürlich gelockert, sodass Teile davon immer wieder durch den Spalt zwischen Trommel und Türmanschette hin zur Wäsche befördert werden. Durch die fabelhaften winzigen Schontrommel-Löchlein können die Brocken auch nicht so einfach wieder in die Flotte außerhalb der Trommel gespült werden.

    Ich kenne mich mit dem Serviceprogramm von Miele nicht aus und bin auch nicht sicher, ob dieses vollumfänglich für den Endbenutzer abrufbar ist. Hier müssten sich kundige Mitschreiber mal melden.

    Es würde sicherlich helfen, eine bestimmte Menge an heißem Wasser (ggf. mit einer geringen Portion Waschpulver) einzulassen (ggf. extern erhitzt, z. B. mit dem Wasserkocher, aber bitte nicht kochend heiß) und das Ganze für einige Minuten schleudern zu lassen. Die erhöhte Mechanik zwischen Bottich und Trommel wird eine Menge an Schlammbrocken loslösen. Wasser abpumpen lassen.

    Danach evtl. Dreck aus der Trommel wegwischen und o. g. Prozedere mit warmem Wasser mehrfach ohne Waschpulver durchführen, bis die Menge an losgelöstem Schmutz vernachlässigbar gering ist.


    Andernfalls heißt es: entweder Bottich auseinandernehmen und mechanisch säubern oder mit dem Dreck leben.

  • Neu

    Das Servicemenü habe ich gefunden.

    Verbraucher im Servicemenü:
    M24 P.1+Y40/14 => Wasserzulauf durch das Loch oberhalb der Öffnung
    M24 P2 +Y40/14+N.I+R => Wasserzulauf Vorwäsche auf Level1
    M24 P3 +Y40/14+N.II => Wasserzulauf Hauptwäsche auf Level2
    M24 P4 +Y40/14+N.III => Wasserzulauf Weichspüler auf Level3
    M8 => Abpumpen
    M5 W1 => langsames Drehen der Trommel
    M5+M8 => Schleudern + Abpumpen
    H3/6 => Licht

    Ich habe mir die Bedeutungen durch Ausprobieren und durch ein englisches Wartungsheft erarbeitet. Daher alles ohne Gewähr.

    Nun zur Maschine:
    Ich habe sie geöffnet, sprich Deckel, Vorderfront und linke Seite abgebaut. Dann habe ich die Schläuche und den Einspülkasten (mit Wasserweiche) demontiert. Die Schläuche waren teilweise sehr verdreckt.

    Foto vom Schlauch der vom Einspülkasten rechts oberhalb zum Bottich führt:


    Besonders verdreckt war auch dieses Teil, welches vom Einspülkasten zur Trommel führt, wo das Waschmittel etc. mit durchfließt. Das war alles sehr fest und löste sich nur widerwillig, gefühlt eine Mischung aus Kalk, Waschmittel und Weichspüler.

    Auch die dünnen Schläuche, die wohl zum Druckausgleich da sind und oberhalb verlaufen, waren zugesottet. Braune bis schwarze Stücke, gepaart mit Schleim haben mich dort erwartet. Mittels Duschschlauch und heißem Wasser waren sie aber gut zu reinigen. Ich habe erwartet, dass auch der dickere Schlauch von der Laugenpumpe zum Abfluss dreckig ist. Pustekuchen, der war super sauber.

    Das System an Schläuchen war schon wie bei meiner alten W377 aus 2000 (Trommelkreuzbruch). Ich gehe davon aus, dass es aktuell auch noch so ausschaut. Daher hier zwei Fotos für die Nachwelt, falls jemand vor dem gleichen Problem steht und eine Lösung sucht. Die roten Pfeile markieren die Schläuche, die auf jeden Fall gereinigt werden sollten. Sie lassen sich allesamt problemlos de- und wieder montieren.


    Bei diesem gesamten Vorgang hatte ich durch die offenen Löcher im Bottich Gelegenheit auch dort mal mit dem Endoskop hineinzuschauen. Das sah grundsätzlich alles gut aus.

    Nach dem Zusammenbau hat die Maschine bisher dreimal gewaschen. Bisher war alles sauber. Ich hoffe inständig, dass es nun so bleibt. Falls wieder was ist, weiß ich nämlich nicht mehr wo ich noch suchen kann. Ich bin der Meinung nun alles sauber zu haben.

    Ganz lieb möchte ich für die Tipps Danke sagen, speziell an die User @Kalkjohn und @newbee90. Mein besonderer Dank geht an @gichtl, die mir bei dieser Aktion mehrmals mit Tipps und Hintergrundwissen (z.B. Reinigungsmittel) weitergeholfen hat. :danke:

    Ich habe viel über meine Maschine gelernt und weiß sie nun besser einzuschätzen, sowie mit ihr richtig umzugehen. :waschen:

    Viele Grüße aus dem Norden,
    Bernd

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    Das hört sich doch gut an, und die Erfahrungen die man dabei selbst gemacht hat sind doch immer unbezahlbar.

    Weichspüler ist ein Teufelszeug und Maschinenkiller. Das kleistert bekanntlich nicht nur die Wäschefasern zu (und sorgt dafür daß Frottee-Handtücher nicht mehr so saugstark sind) sondern auch die Maschine.

    Mein Tip: Auf Weichspüler verzichten und einfach 2cl (=1 Schnapsglas oder 2 Eßlöffel) billigen Essig ins Weichspülfach geben. Das macht die Wäsche auch "frisch", ist für die Maschine und Wäsche unschädlich, wäscht sich komplett aus und wirkt zudem vorbeugend gegen Kalkablagerungen.

  • Neu

    Bezüglich den Kalkablagerungen in den Fasern und auf der Maschine ja, wobei ich mir einbilde daß die mit Essig oder Apfelessig gespülte Wäsche frischer riecht als mit Zitronensäure. Allerdings ist Zitronensäure gewöhnlich wesentlich teurer als Essig, und hat eine leicht bleichende Wirkung. Bei heller Wäsche wäre das sogar von Vorteil, fällt aber bei der Konzentration wohl kaum ins Gewicht. Daher kommt die Zitronensäure bei mir bevorzugt für die Vorbehandlung von Deoflecken zum Einsatz die gerade bei Aluminiumsalzen hervorragend wirkt.

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