Bosch Geschirrspüler SGD85M34 : je nach Polung normales Arbeiten oder die Sicherung fliegt raus

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  • Bosch Geschirrspüler SGD85M34 : je nach Polung normales Arbeiten oder die Sicherung fliegt raus

    Der o.g. Geschirrspüler (GS) verfügt über eine eigene autom. Sicherung. In den letzten Wochen löste die ohne erkennbaren Grund gelegentlich aus, der GS schien aber normal zu arbeiten.
    Nun trat ein vom GS fast unabhängiges Prob auf: Die in der Wand verlegte Abwasserleitung, an welche sowohl die Küchenspüle als auch der GS angeschlossen sind, war verstopft. Das Nächste ist meine Vermutung: der GS reagierte darauf, dass er zunächst sein Programm startete, dann aber nach ca. 15 min. die Pumpe nicht mehr abpumpen konnte, und das Programm blieb an dieser Stelle stehen. Entweder ist dabei ein neuer Fehler entstanden, um den es hier gleich gehen soll, aber natürlich könnte es auch ein zufälliger zeitlicher Zusammenhang sein zwischen zwei voneinander unabhängigen Fehlerursachen. Nach der erfolgreichen Reinigung des Abwasserrohres zeigte sich dieser neue, reproduzierbare Fehler:

    Je nach Anschluss des Geräte-Steckers an die Stromversorgung knallt die Sicherung raus, oder aber der GS arbeitet völlig normal sein Programm ab.

    Messungen mit dem Ohmmeter zeigten diese Ergebnisse:
    1) Tür und Ein-Aus-Schalter (EAS) offen: unendlich (>200 MB)
    2) Tür geschlossen und EAS offen: Nullleiter gegen Erde 5 MO
    3) Tür und EAS geschlossen:
    Phase und Nullleiter 800 kO
    Phase und Erde > 900 kO
    Nullleiter und Erde 140 kO
    Bei nahezu allen Messungen waren die Werte vom Auf- oder Entladen von Kondensatoren beeinflusst. Auch wenn die Maschine nun wieder läuft, welches könnte der Fehler sein, der zum polabhängigen Kurzschluss führt und der natürlich soll der beseitigt werden?
    Grüße, sauber


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  • Au man, „BoSie“, da hätte ich dir beinahe Unrecht angetan. Die Begründung der Ankündigung deines Ausstieges hatte mich zunächst ein wenig wütend gemacht, weil ich nicht glauben wollte, dass in unserem Haus der Neutral-Leiter und PE gebrückt sein könnten. Immerhin ist das erst 1978/79 gebaut worden, auch nicht alleine, es ist eines von 40 Häusern in einer damals erstellten Reihenhaussiedlung. Und ich konnte/ wollte mir nicht vorstellen, dass da quasi reihenweise die klassische Nullung verwendet wurde, da ja laut Vorschrift ab 1973 die nicht mehr verwendet werden sollte – hatte gestern sämtliche Freds mit dem Stichwort „klassische Nullung“ hier durch gelesen, und solche Behauptung (Vorschrift) mehrfach gefunden. Das wollte ich also nicht wahr haben, und habe heute morgen mir mal den Sicherungskasten unter die Lupe genommen.

    Unten sitzt der Stromzähler, ganz oben zwei Reihen mit Sicherungsträgern. Von unten kommen drei fette, braune Leitungen, die auf die 3 Vorsicherungen führen, von da aus geht es zu 3 Einzel-Sicherungen, welche alle 3 zum Elektro-Herd in der Küche gehören. Weiter kommen noch zwei ebenso fette, blaue Leitungen nach oben. Eine ist am Verteilerblock für die (blauen) Neutral-Leiter angeschlossen, und eine am V-Block für die (gelb-grünen) PE-Leiter.
    Im selben Kellerraum sitzt eine Erdungsschiene, von welcher 4 gelb-grüne Erdungskabel abgehen:
    eines nach oben ganz wahrscheinlich zum E-Herd / eines an den Gasanschluss / eines an den Wasseranschluss / eines verschwindet im Schacht der im Innern des Hauses positionierten Entwässerung des Flachdaches und führt, rsp. führte wahrscheinlich zu einer früher mal auf dem Dach angebrachten großen Gemeinschafts-Antennenanlage (nicht mehr existent).
    Also: kein Erdungskabel zum Block der gelb-grünen PE-Leiter im Sicherungsschrank!

    Dann ganz mutig mit dem Multimeter an die beiden Verteilerblöcke für PE und Neutralleiter. Erst Spannungen gemessen, war nichts, dann mit dem Ohmmeter – und da war was: ein totaler Kurzschluss. Will sagen, die beiden Blöcke sind verbunden !
    Du hattest also recht mit deiner Vermutung. Leider ! Warum noch 1979 eine ganze Siedlung so ausgerüstet wurde, wäre auch mal eine Antwort wert. Entweder stimmt die pauschale Behauptung der o.g. Vorschrift nicht, oder hier wurde 40fach Murks verbaut.

    Wie jetzt weiter? Für mich geht es auf jeden Fall weiter, das werde ich so nicht stehen lassen. Deine Bedenken bestanden ja sicherlich deswegen, weil du nicht vermeintlichen Laien Tips zur einer Rep geben wolltest, um weder dich noch das Forum mit einem Risiko zu belasten. Ist nachvollziehbar. Aber ist es in diesem Fall auch sinnvoll und notwendig? Zur Beantwortung dieser Frage habe ich das Feld „über mich“ befüllt und meine Qualifikationen angegeben, was bislang nicht der Fall war. Dort bitte rein schauen. Nun hoffe ich, dass sich Unterstützung hier finden lässt. Ich werde ganz sicher weiter machen und als Erstes das Netzteil prüfen, u.a. auch das dort ggf. vorhandene Netzfilter. Wäre aber trotzdem erbaulich, wenn sich hier andere mit eigenen Erfahrungen und/ oder Vermutungen einbringen würden.
    Grüße, sauber

  • Moin sauber

    Stimmt die Bosch E-Nr. >SGD85M34/36<?
    Wenn ich die Verdrahtung ansehen, dann läuft mir das Kalt den Rücken runter.
    Bei EVO ist ein Sicherungslasttrenner (LT) vorgeschrieben, aber der befindet sich vor den Zähler.
    Auch die Zuleitung für die Automaten sind es Drähtchen, das führt man mit 42 aus.
    Wenn die Sicherung auslöst – Kurzschluss, dann würde sich die Elektronik sich direkt in die Ecke schmeißen. Also müsste der Fehler bis einschließlich Netzkondensator (Entstörung) liegen.
    Den probenhalber aus den Betrieb nehmen.

    Gruß vom Schiffhexler

    :)

    PS: In der Ruhe liegt die Kraft und in der Ausdauer die Geschicklichkeit

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  • Hallo Schiffhexler!
    Habe ein schlechtes Gewissen, weil ich mich erst später zurück melde. Die Rep habe ich erst mal aufgeschoben, einmal, weil die Spülmaschine nun ohne Probleme ihre normale Arbeit verrichtet, und dann, weil ich an diese Überprüfung mit ordentlich Zeit und Vorbereitung und Ruhe ran gehen möchte. Danke für deine Hinweise und den Tipp, ich werde es achtsam angehen und mich dann wieder melden.
    Grüße, sauber

  • Lasse dich nicht verwirren. ;) Gehe die "Sache" mal grundlegender an. Der in gewissen Kreisen verwendete Begriff "Klassische Nullung" betrifft die Verschaltung an den Schukosteckdosen, denn dort wurde der Schutzleiter-Anschluss mit dem Mittelpunktleiter verbunden.

    Fange ganz von Vorne an, beginne beim Hausanschlusskasten! Also Hauseinspeisung mit dortigen Vorsicherungen. Damit ist oftmals die verwendete Netzform erkennbar. Es gibt bekanntlich folgende Netzformen.
    TT Netz
    TNC Netz
    TNS Netz
    TNCS Netz
    IT Netz

    Vermutlich liegt bei Deinem Haus ein TNC Netz vor. Das bedeutet, es kommen 4 Leitungen rein. 3 Phasen und ein PEN-Leiter.
    Nun müsste die Schaltungstechnik im Zählerschrank, und an den Schukosteckdosen überprüft werden. Haben alle Steckdosen einen gelbgrünen Draht an dem Schutzleiteranschluss, ist das normal, okay. Dann sollten auch pro Raum an der Erdungsammelklemme im Zählerschrank mehrere gelbgrüne Aden aufliegen.
    Nun hängt die Verkabelung an die Neutralleitersammelklemme und Schuzleitersammelklemme von der TN- Netzform ab.
    Gibt es einen PEN, also Neutralleiter der gleichzeitig Trafoseitig geerdet ist, dann wird dieser PEN auf den Neutralleiterklemmblock geführt.
    Und von diesem eine Brücke (min 4mm²) zum Schutzleitersammelblock verklemmt.

    Sehr selten kommt in Deutschland das TT Netz zur Anwendung. In Frankreich ist diese Netzform in den meisten Wohnhäusern Standart.
    Dann gibt es meistens nur 1 Phase, einen FI mit 300mA Auslösemechanik.
    Notfalls Energieversorgungsunternehmen nach der vorliegenden Netzform fragen.

    Wichtig ist vor allem dass sämtliche Schukosteckdosen und andere jeweils einen echten Schutzleiter (grüngelbe Ader) vorweisen! Also 3adrig verschaltet sind, dann liegt keine klassiche Nullung vor. Ferner muss es jeweils einen Neutralleitersammelblock und einen Schutzleitersammelblock geben, auf die jeweils die blauen und gelbgrünen Adern aufgelegt sind.
    Nun gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder sind die Sammelblöcke für N und Schutzleiter gebrückt, oder der Schutzleiterblock wird an den Hausfundamenterder geführt. Letzteres deutet auf ein TT Netz hin.

    Hinweis: Du redest von 2 fetten blauen Adern in deiner Antwort, wobei eine davon auf den Neutralleiterblock geklemmt ist, eine auf den Schutzleiterblock. Es gilt heraus zu finden, woher diese beiden fetten blauen Adern her kommen! Dann erst ist die Hausanschlussverdrahtung, und die interne Verkabelung ab Sicherungs/Zählerschrank nachvollziehbar.

  • Gehe die "Sache" mal grundlegender an. Der in gewissen Kreisen verwendete Begriff "Klassische Nullung" betrifft die Verschaltung an den Schukosteckdosen, denn dort wurde der Schutzleiter-Anschluss mit dem Mittelpunktleiter verbunden.

    Fange ganz von Vorne an, beginne beim Hausanschlusskasten! Also Hauseinspeisung mit dortigen Vorsicherungen. Damit ist oftmals die verwendete Netzform erkennbar. Es gibt bekanntlich folgende Netzformen:
    TT Netz
    TNC Netz
    TNS Netz
    TNCS Netz
    IT Netz

    Vermutlich liegt bei Deinem Haus ein TNC Netz vor. Das bedeutet, es kommen 4 Leitungen rein. 3 Phasen und ein PEN-Leiter.
    Nun müsste die Schaltungstechnik im Zählerschrank, und an den Schukosteckdosen überprüft werden. Haben alle Steckdosen einen gelbgrünen Draht an dem Schutzleiteranschluss, ist das normal, okay. Dann sollten auch pro Raum an der Erdungsammelklemme im Zählerschrank mehrere gelbgrüne Aden aufliegen.
    Nun hängt die Verkabelung an die Neutral-Leitersammelklemme und Schutz-Leitersammelklemme von der TN- Netzform ab.
    Gibt es einen PEN, also Neutralleiter der gleichzeitig Trafoseitig geerdet ist, dann wird dieser PEN auf den Neutralleiterklemmblock geführt.
    Und von diesem eine Brücke (min 4mm²) zum Schutzleitersammelblock verklemmt.

    Sehr selten kommt in Deutschland das TT Netz zur Anwendung. In Frankreich ist diese Netzform in den meisten Wohnhäusern Standart.
    Dann gibt es meistens nur 1 Phase, einen FI mit 300mA Auslösemechanik.
    Notfalls Energieversorgungsunternehmen nach der vorliegenden Netzform fragen.

    Wichtig ist vor allem dass sämtliche Schukosteckdosen und andere jeweils einen echten Schutzleiter (grüngelbe Ader) vorweisen! Also 3adrig verschaltet sind, dann liegt keine klassiche Nullung vor. Ferner muss es jeweils einen Neutralleitersammelblock und einen Schutzleitersammelblock geben, auf die jeweils die blauen und gelbgrünen Adern aufgelegt sind.
    Nun gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder sind die Sammelblöcke für N und Schutzleiter gebrückt, oder der Schutzleiterblock wird an den Hausfundament-Erder geführt. Letzteres deutet auf ein TT Netz hin.

    Hinweis: Du redest von 2 fetten blauen Adern in deiner Antwort, wobei eine davon auf den Neutralleiterblock geklemmt ist, eine auf den Schutzleiterblock. Es gilt heraus zu finden, woher diese beiden fetten blauen Adern kommen! Dann erst ist die Hausanschlussverdrahtung, und die interne Verkabelung ab Sicherungs/Zählerschrank nachvollziehbar.

    In deinem Eingangspost passt die Messung zwischen Neutralleiter und Schutzleiter mit (gemessenen) 140 Kiloohm nicht!
    Das hätte Dir sofort auffallen müssen. Selbst wenn nur ein PEN Leiter ins Haus kommt und der Schutzleiterblock auf den Fundamenterder geführt ist dürfte die Differenz nur wenige Ohm betragen.
    Deshalb versuchte ich Dir die Netzformen und daraus zu folgende Werte in Erinnerung zu rufen, auf solcherlei Zusammenhänge aufmerksam zu machen.

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